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Nach Druckerei-Pleite: Laage will Adam-Allee umbenennen

Laage Nach Druckerei-Pleite: Laage will Adam-Allee umbenennen

Die Straße im Airpark könnte einen neuen Namen erhalten. Die Firma hat keine Zukunft, die Maschinen werden verkauft.

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Das Ende ist besiegelt, die Maschinen werden verkauft.

Quelle: Ove Arscholl

Laage. Die Messen für die Adam-Druckerei in Laage sind nun doch endgültig gesungen. „Die Maschinen werden verkauft“, sagte Insolvenzberater Andreas Fischer gestern gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG. Der letzte potenzielle Investor sei kürzlich abgesprungen. Fischer versicherte, dass alle großen Druckereien im In- und Ausland zur Übernahme der Druckerei angefragt wurden, aber niemand wollte den Betrieb. So bemühe sich der Insolvenzberater nun um eine andere Verwertung der Immobilie im Airpark Laage.

Die wird dann vielleicht nicht mehr unter der bisherigen Adresse zu finden sein. Denn angesichts der Pleite und des Umgangs mit den Beschäftigten denken die Laager Stadtvertreter über eine Umbenennung der Hans-Adam-Allee, die nach dem Vater von Firmeninhaber Walter Adam heißt und direkt zur Druckerei führt. „Ich habe den Abgeordneten nahegelegt, eine Änderung des Straßennamens in Erwägung zu ziehen“, sagt Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst (CDU). In der Firma wurde auch gestern nur noch geputzt und viel diskutiert. Insolvenzverwalter Fischer wollte zu den gestrigen OZ-Veröffentlichungen klarstellen: „Die Fördermittel wurden für die Finanzierung der Adam Nord GmbH verwendet, eine weitere Säule für das Gesamtfinanzierungsvolumen waren die Darlehen der MAN Financial Services GmbH.“ 14,6 Millionen Euro Landes- und Bundesförderung waren in die Adam-Druckerei in Laage geflossen. Allein mit über 30 Millionen Euro hat sich die Bank von MAN im Grundbuch abgesichert. Adam zufolge wurden 50 Millionen Euro investiert, in Anträgen ist von 40 Millionen die Rede.

Fischer legt zudem Wert darauf, dass Gelder nicht hin- und hergeschoben wurden, sondern: „Die Adam GmbH Bruchsal hat in erheblicher Höhe Gelder aufgewendet, um die Gläubiger der Adam Nord GmbH zu befriedigen. Es wurden so Kosten der Adam Nord GmbH durch Gelder der Adam GmbH beglichen.“ Laut Insolvenzbericht wurden aber auch Mittel zur Werbefirma von Adams Ehefrau sowie in eine Firma in Irland transferiert.

 

Doris Kesselring

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