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Nach Rechtsstreit: Dieses Szenelokal meldet Insolvenz an

Rostock Nach Rechtsstreit: Dieses Szenelokal meldet Insolvenz an

„Lenk's Restaurant“ steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten.

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„Lenk's Restaurant“ am Rostocker Stadthafen.

Quelle: Christina Milbrandt

Rostock. Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Das Szenelokal „Lenk’s Restaurant“ am Stadthafen hat große finanzielle Schwierigkeiten. So große, dass Geschäftsführer Tiemo Lenk, der auch Vizechef des Dehoga-Regionalverbandes Rostock ist, Insolvenz anmelden musste, wie er gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG bestätigte. Der Grund dafür liegt laut Lenk in einem seit Jahren laufenden Gerichtsprozess um eine nichtbezahlte Rechnung in Höhe von 80 000 Euro. Diese stellte der Restaurant-Ausstatter Gastro Factory, dessen Betreiber Lenk unter anderem Insolvenzverschleppung vorwirft.Die Zusammenarbeit beider Parteien begann vor mehr als sieben Jahren, als die Bentwischer Firma den Auftrag für die Einrichtung des Restaurants bekam. Einen Teil der damals angefallenen Kosten zahlte Lenk nicht. „Es wurde mehr eingebaut als ich bestellt hatte. Als die Rechnung kam, sind wir aus allen Wolken gefallen“, sagt der Gastronom. Gastro Factory verklagte ihn und bekam Recht. Lenk musste 67 Prozent zahlen. „Das ist eine Summe, die das Geschäft nicht sofort abwirft“, erklärt Lenk die Insolvenz. Gegen das Urteil hat Lenk Berufung eingelegt.

Lokal soll bestehen bleiben

Für Dieter Bley, Betriebsleiter der Gastro Factory, ist dagegen klar: Lenks Insolvenz hat mit der Klage nichts zu tun. „Er ist schon seit Jahren überschuldet“, behauptet Bley. Diesen Vorwurf streitet Lenk vehement ab.

Dass das Restaurant nun komplett aus dem Stadthafen verschwindet, ist nach aktuellem Stand aber unwahrscheinlich. So schwebt Lenk eine Umfirmierung der Gastro Lenk GmbH vor. „Dann kann der Betrieb mit einem anderen Betreiber nahtlos weiterlaufen.“ Er selbst würde dann als Angestellter weiter beschäftigt bleiben. Wie genau dieser Schritt in der Praxis aussehen würde, ist noch nicht spruchreif.

„Man kann jetzt sagen, dass es weitergehen wird, in welcher Form auch immer“, sagt Insolvenzverwalter Michael Busching. Von einem Negativgeschäft ist nach Aussage des Rechtsanwalts nicht auszugehen.

Der Geschäftsbetrieb selbst sei kostendeckend, die Löhne sicher. „Wir sind guten Mutes. Für einen Gastronomiebetrieb in Rostock ist das Lenk’s recht sicher aufgestellt“, betont Busching.

Soll das Restaurant weiterlaufen, ist zunächst die Zustimmung des Vermieters, und der Gläubigerversammlung nötig. „Dieser Prozess läuft gerade“, so Busching. Bis zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung, mit der Busching am 1. März oder 1. April rechnet, soll alles geklärt sein.

Milbrandt Christina

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