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Rostock Hohe Dünes Strand gleicht einer Müllkippe
Mecklenburg Rostock Hohe Dünes Strand gleicht einer Müllkippe
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22:07 11.01.2019
Am Strand von Hohe Düne türmt sich nach den Sturmfluten der Müll. Quelle: Jürgen Dudek
Rostock

Im Sommer ist es einer der schönsten Plätze in ganz Rostock. Doch derzeit gleicht der Strand von Hohe Düne eher einer Mülldeponie: Alte Gasflaschen und Plastiknetze, Tüten und Dreck. Angespült von den beiden Sturmfluten zu Jahresbeginn. Ein Anblick, der nicht nur viele Urlauber, sondern auch den Ortsbeirat massiv stört: „Für die Strandreinigung ist die Tourismuszentrale zuständig. Die muss sich bei solchen Wettereignissen darauf einstellen, auch kurzfristig die Strände wieder sauber zu machen“, fordert Jürgen Dudek (Rostocker Bund), Chef des Ortsbeirates für Markgrafenheide und Hohe Düne. Doch der städtische Eigenbetrieb ist mit den Massen an Müll überfordert: Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) ruft deshalb die Bürger zur Mithilfe und zum Mitsammeln auf. Am Sonntag soll im Rahmen eines Subbotnik der Strand gereinigt werden.

„Die beiden Hochwasser und der Sturm haben einen enormen Aufräumbedarf mit sich gebracht. Neben der üblichen Strandreinigung nach Silvester kamen nun Treibgut und Sand in erheblichen Mengen dazu. Die Tourismuszentrale war mit Abschluss heute am Weststrand samt Promenade im Einsatz. Ab Montag wird der Abschnitt ab Höhe Düne nach Osten bereinigt“, so Matthäus. „Die von den Naturgewalten verursachten Schäden im Küstenbereich Diedrichshagen bis Markgrafenheide werden nach und nach abgearbeitet. Seit dem Jahreswechsel sind alle Mitarbeiter des Bauhofes der Tourismuszentrale mit der Reinigung des Strandes, des Promenadenbereiches und natürlich mit der Beseitigung der Sturmschäden im Einsatz“, bestätigt auch Tourismusdirektor Matthias Fromm. „Die außergewöhnliche Situation erfordert momentan von allen Mitwirkenden viel Einsatz und Engagement.“

Am morgigen Sonntag will die Tourismuszentrale nun in Hohe Düne anrücken – auch mit schwerer Technik: „Weil viele Kleinteile angespült wurden, brauchen wir aber auch die Bürger. Das können die Geräte nicht aufnehmen“, so Matthäus. Der Arbeitseinsatz startet um 10 Uhr am Imbiss „Windstärke“.

Andreas Meyer

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