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Rostock Nach langer Leidenszeit: Alexandra Rohde feiert umjubeltes Comeback
Mecklenburg Rostock Nach langer Leidenszeit: Alexandra Rohde feiert umjubeltes Comeback
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16:56 11.02.2019
Zurück auf dem Spielfeld: Rechtsaußen Alexandra Rohde vom Rostocker HC Quelle: Alex Rick
Brandenburg/Rostock

Alexandra Rohde war am Wochenende deutlich angespannter als sonst bei den Partien ihrer Mannschaft. Die Rechtsaußenspielerin von Handball-Viertligist Rostocker HC hat am Sonntag ihr lang ersehntes Comeback gefeiert. Neun Monate nach ihrem zweiten Kreuzbandriss zeigte die Linkshänderin, dass sie es noch kann. Die ­18-Jährige erzielte beim 33:20 (18:8)-Auswärtserfolg gegen den SV  63  Brandenburg-West drei Treffer für die Dolphins. Besonders für ihr erstes Tor zum 24:13 in der 46.  Spielminute und damit nur wenige Sekunden nach ihrer Einwechslung wurde sie von den Teamkameradinnen frenetisch gefeiert.

Auch RHC-Coach Ute Lemmel freute sich über die gelungene Rückkehr von Alexandra Rohde – und über den verdienten Pflichtsieg beim Tabellenletzten der Oberliga Ostsee-Spree. Ganz zufrieden war sie allerdings nicht. „In den zweiten 30 Minuten hatten wir wenig Spielfluss. Schuld waren nicht nur die zahlreichen Unterbrechungen. Mir fehlte bei meiner Mannschaft zeitweise der kollektive Wille, mit einem klaren Erfolg ein deutliches Zeichen in der Liga zu setzen“, meinte die 58-jäh­rige Expertin.

Alexandra Rohde zeigte großen Willen. Sie glaubt noch fest daran, dass die Rostockerinnen den angestrebten Aufstieg in die 3. Liga schaffen können, obwohl sie als Tabellendritter mit 20:8  Punkten vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter VfV   Spandau haben, der auch die deutlich bessere Tordifferenz aufweist (105 zu 66). „Wir werden auf alle Fälle alles dafür geben, noch den Sprung nach oben zu schaffen“, meint die hübsche Rostockerin optimistisch.

Im April 2018 hatte sich Rohde beim Einladungsturnier in Kolding (Dänemark) einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Ein Schock für die Sportbegeisterte, besonders weil sie wusste, welch lange Leidenszeit auf sie zukommt. Denn bereits im September 2016 hatte Alexandra Rohde ein Kreuzband im linken Knie gerissen, damals bei einem Wettkampf in Hamburg.

„Trotzdem dachte ich nicht ans Aufhören, sondern wollte so schnell wie möglich zurückkommen und meiner Mannschaft helfen“, erzählt Rohde. Familie, Freunde und Physiotherapeut Benjamin Hostmann sprachen ihr Mut zu. „Das hat mir sehr geholfen“, bedankt sie sich. Nach der Operation in Rostock musste sich Alexandra Rohde gedulden, ehe sie mit dem Aufbautraining beginnen durfte. Fortan schuftete sie mehrmals die Woche, machte Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining. Seit einigen Wochen übt sie wieder mit dem Ball.

„Alex und ich haben in den vergangenen Wochen oft darüber gesprochen, wann sie sich bereit fühlt, wieder zu spielen. Da sagte sie noch, dass sie definitiv gegen Brandenburg-West noch nicht spielen wird. Aber dann hat sie von den Trainern gesagt bekommen, dass sie mitfährt nach Brandenburg“, sagte RHC-Spielmacherin Antonia Fränk und ergänzte: „In ihren rund 15 Spielminuten hat sie es super gelöst. Sie hat keine Angst gezeigt, ist voll aus sich herausgekommen. Schön, dass Alex wieder zurück ist!“ Talent Rohde, die noch für die A-Jugend spielen darf, sei ein bescheidener und zurückhaltender Mensch, beschreibt Fränk. „Sie reiht sich bei uns ein, sagt allerdings selten was in der Gruppe.“

Auf dem Spielfeld gibt Alexandra Rohde dagegen Gas. Der Aufstieg mit dem RHC ist ein Traum für die schnelle Rechtsaußen. Sie möchte im Handball so weit wie möglich kommen. Bei den Rostockerinnen spielt die Schülerin bereits seit rund zehn Jahren, kennt viele Mitspielerinnen seit langer Zeit. Ihre erste Trainerin war Bärbel Kordt, ihr bislang größter Erfolg der Aufstieg mit der A-Jugend in die Nachwuchs-Bundesliga.

Ihren nächsten Einsatz für die Dolphins könnte Alexandra Rohde am Sonnabend (15  Uhr, Ospa-Arena) gegen Verfolger SG  OSF Berlin haben. Dann peilen die Ostseestädterinnen ihren elften Sieg im 15.  Saisonspiel und die Revanche für die 18:29-Schlappe im Hinspiel an.

Rostocker HC: Berger, Peters – Bladt  1, Johannisson 2, Schwarz  7, Rohde  3, Krüger 4, Anderson  3, Krebs  3, Fränk  5/2, V.  Schlegel  5.

Siebenmeter: SVB 9/8, RHC 2/2.

Strafminuten: SVB 14, RHC 10.

Tommy Bastian

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