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„Neue Arena würde Iga-Park beleben“

Schmarl „Neue Arena würde Iga-Park beleben“

Eis- und Schwimmhalle in Schmarl: Der Nordwesten drückt auf das Tempo, der Iga-Park hofft auf mehr Gäste.

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Auf der Fläche direkt neben der Hansemesse und der Rotunde könnte die neue Eis- und Schwimmarena entstehen.

Quelle: Foto: Manfred Sander

Schmarl. Selten gab es auf ein neues Projekt in Rostock so viele positive Reaktionen: Die Idee, im Stadtteil Schmarl eine neue Eis- und Schwimmarena zu bauen – sie schlägt vor allem im Nordwesten hohe Wellen. Erst vor gut einer Woche hatte die OZ die Pläne der Stadtverwaltung und des städtischen Immobilienverwalters KOE enthüllt. Die Ortsbeiräte drücken aber bereits auf das Tempo: „Wir sind für diese neue Arena – und werden darauf achten, dass die Pläne nicht wieder jahrelang in den Schubladen verschwinden“, kündigt Michael Berger (CDU), Vorsitzender des Ortsbeirates in Schmarl, an. Und auch Karina Jens, Aufsichtsratschefin des Iga-Parks, fordert: „Die Pläne für eine Eis- und Schwimmhalle sollten so schnell wie möglich umgesetzt werden.“

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KOE will „grüne“ Kombi-Arena neben der Hansemesse

Hintergrund: Seit Jahren fordern Sportler und Bürger den Bau einer zusätzlichen, einer dritten Schwimmhalle in der Hansestadt. Die soll nun tatsächlich kommen – aber die Planer der KOE gehen noch weiter: Weil zeitgleich auch die Eishalle an der Schillingallee für rund zwölf Millionen Euro saniert werden müsste, wollen die Fachleute Schwimmer, Eishockeyspieler und Eisschnellläufer nun unter einem Dach zusammenbringen. In einer kombinierten Arena gleich neben der Hansemesse. Vorteil: Die Baukosten für die „gemeinsame Lösung“ wären nicht höher, weil aber die Abwärme der Eis-Maschinen zum Erwärmen des Badewassers genutzt werden könnte, würde die Hansestadt mittel- und langfristig eine sechsstellige Summe pro Jahr bei den Betriebskosten sparen. Im Kölner Lentpark steht bereits eine solche Arena, die als technologisches Vorbild für Rostock dienen soll. Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke) hatte entsprechende Planungen bestätigt.

Iga-Aufsichtsratschefin: „Diese Entwicklung hilft dem Park“

Nachdem bereits von den großen Fraktionen in der Bürgerschaft viel Lob für die Pläne kam, meldet sich nun auch Karina Jens zu Wort. Die CDU-Politikern ist Chefin des Aufsichtsrates und sagt:

„Neben der Hansemesse eine solche Arena für Schwimmer und Eissportler zu bauen – das wäre richtig gut. Auch für den Iga-Park.“ Denn das Areal neben der Messe sei derzeit eines der Sorgenkinder der Park-Gesellschaft: Zwar gäbe es in dem Bereich einen Spielplatz, das Gelände sei aber dennoch schwer zu erreichen und kaum belebt. „Mit einer neuen Sporthalle könnten wir den ganzen Park spürbar beleben. Dort wäre auch der richtige Platz für weitere Freiluft-Angebote für Sportler – für eine Skaterbahn zum Beispiel“, so Jens. Der „Kern- Park“ im Osten des Groß Kleiner Dammes hingegen soll weiterhin der Erholung dienen und rund um das Traditionsschiff als Standort für das maritime Erbe Rostocks entwickelt werden. „Was die neue Eis- und Schwimmhalle angeht: Die Stadtverwaltung soll endlich mal machen – und auch mal solch gute Ideen umsetzen.“

Ortsbeiräte fordern schnelle Umsetzung

Das sieht Michael Berg, der Chef des Ortsbeirates in Schmarl, ganz genauso: Die Stadtteilvertretung hatte sich bereits auf ihrer jüngsten Sitzung mit dem Thema „Arena“ befasst – „und wir begrüßen diese Idee sehr“, sagt der CDU-Politiker. Neben der Hansemesse sei ein idealer Platz: „Der wäre für Bürger aus ganz Rostock mit dem Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen.“

Und: Berger ist ebenfalls überzeugt, dass die Sportarena auch den Iga-Park beleben würde. „Dieses Halle würde Schmarl und den ganzen Nordwesten Rostocks aufwerten. Rund um die Hansemesse und den Park könnte das neue Zentrum des Rostocker Westens entstehen.“ Auch Ortsbeirats-Vize Helmut Gürtel (Grüne) ist begeistert: „Schon 1977 war erst in Schmarl, dann in Evers- hagen eine Schwimmhalle geplant.

Es wird Zeit, dass den Worten endlich Taten folgen. Das Echo auf die Pläne ist durchweg positiv.“

Uwe Michaelis (SPD), Vorsitzender des Nachbar-Ortsbeirats in Groß Klein, unterstützt das Projekt für Schmarl ebenso: „Wir brauchen diese Sportstätten im Nordwesten.“ Jetzt seien Rathaus und Bürgerschaft gefordert: „Die Idee muss nun aber auch seriös weiterverfolgt werden. Luftschlösser hatten wir in Rostock schließlich schon genug.“

Bürger wünschen sich noch mehr Sportangebote

Auch bei den Bürgern kommt die Idee der KOE offenbar gut an. Gabriele Behn aber wünscht sich für den Neubau noch mehr als „nur“ ein Schwimm- und ein Kinderbecken: Wenn Rostock schon investiert, dann bitte auch in eine Sauna, ein Becken für Aqua-Fitness und ein erwärmtes Solebecken. „Mir selbst ist es schon oft so ergangen, dass ich vom Arzt angeratene Wassertherapien nicht machen konnte, weil es einfach zu wenig Angebote dafür in Rostock gibt“, schreibt sie in einem Leserbrief an die OZ. „Es kann sich nicht jeder leisten, dafür in andere Städte zu fahren – nach Wismar zum Beispiel.“

Bianca Gosch schreibt – ebenfalls in einem Leserbrief: „Ich würde mir zur neuen Arena auch einen sportlich gestalteten Außenbereich wünschen – wie im Hyde Park in London.“ Dort gäbe es Tischtennis und Minigolf-Angebote, Gartenschach, Parcours für Radler, Läufer und Skater sowie Außengastronomie und Spielplätze.

Irene Hoffmann hat bei ihrem ganz persönlichen „Ja“ zur neuen Sport-Arena vor allem die Kinder im Blick: „Es kann doch nicht angehen, dass in MV fast 60 Prozent der Schüler unter zehn Jahren nicht richtig schwimmen können“, schreibt sie und bezieht sich dabei auf Zahlen der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). Und weiter: „Mein Eindruck ist, dass es in der Vergangenheit nicht nur an den fehlenden finanziellen Mitteln für einen Schwimmhallenneubau gelegen hat, sondern auch an fehlendem Interesse und Initiativen der verantwortlichen staatlichen Stellen. Es ist höchste Zeit, das im Interesse unserer Kinder zu ändern.“

Andreas Meyer

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