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Neue Eis- und Schwimmarena: Die Sportler sind begeistert

Schmarl Neue Eis- und Schwimmarena: Die Sportler sind begeistert

Stadt will in Schmarl Multifunktionshalle bauen – und so Energie sparen

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Schmarl. Der Traum von einem neuen, einem weiteren Hallenbad in Rostock – er soll wahr werden. Doch nicht nur die Sport- und Freizeitschwimmer dürfen sich freuen: Weil die Stadt ihr (Betriebskosten-)

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Konto und zugleich die Umwelt schonen will, sollen auch die Eissportler ein neues Domizil bekommen. Direkt neben der Hansemesse – auf einer Fläche, die einst für eine neue Stadthalle vorgesehen war – wollen Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke) und Sigrid Hecht, Chefin des kommunalen Immobilienbetriebes KOE, eine kombinierte Eis- und Schwimmarena errichten. Die ersten Reaktionen – sie fallen durchweg positiv aus.

Zwei Drittel der Rostocker wollen ein neues Hallenbad

Dass die Rostocker ein neues Hallenbad wollen, ist spätestens seit der Bürgerumfrage 2016 klar: 66,3 Prozent der 2962 befragten Bürger hatten sich dafür ausgesprochen. Bei Senioren und Familien lag der Wert sogar über 70 Prozent. Die beiden bestehenden Hallen im Hansaviertel und in Gehlsdorf stoßen zudem an ihre Grenzen – allen voran das Neptun-Bad: Allein die Schulen aus Rostock und dem Umland belegten laut der vertraulichen Bedarfsanalyse der Hansestadt im vergangenen Jahr 7118 Stunden. Die Vereine kamen sogar auf 33108 Stunden. Doch selbst diese Zeiten reichen nicht aus: „Fast 60 Prozent der Kinder unter zehn Jahren in unserem Bundesland können nicht oder nur schlecht schwimmen“, sagt Thorsten Erdmann, Sprecher der Deutschen Lebens- Rettungsgesellschaft (DLRG) in MV. „Ein Grund dafür ist, dass wir seit 20 Jahren ein Schwimmhallensterben erleben. Aber wo sonst sollen Kinder Schwimmen lernen?“ Dass Rostock eine neue Halle bauen will – das ist richtig.

Fachleute halten Schmarl für den besten Standort

Die Fachleute des KOE untersuchten in den vergangenen Monaten zwei Standorte für das Bad – die Fläche im Iga-Park in Schmarl und eine Erweiterung des Neptunbades im Hansaviertel. Ergebnis: Ein Neubau wäre mit 12,9 Millionen Euro kaum teurer als die Erweiterung (11,6 Millionen Euro). Doch Schmarl punkte mit anderen Vorteilen: Im Nordwesten ist der Bedarf besonders groß, die Messe verfügt über eine direkte S-Bahn-Anbindung. Und: „Im Nordwesten wäre das Parken im Gegensatz zur Kopernikusstraße kein Problem“, so Sportsenator Bockhahn (Linke).

Kombi-Arena wird langfristig günstiger für die Stadt

Die Planer im Rathaus und beim KOE gingen aber noch weiter: Da auch die Eishalle an der Schillingallee saniert werden muss, suchten sie nach Synergien – und wurden in Köln fündig. Dort betreiben die städtischen Bäder eine gemeinsame Eis- und Schwimmarena. Weil die Abwärme der Eis-Maschinen zum Erwärmen des Wasser genutzt werden kann, sind die Betriebskosten deutlich niedriger als in getrennten Hallen. Außerdem: Ein neues Hallenbad kostet allein 13 Millionen Euro, die Sanierung der Eishalle zwölf Millionen – macht 25 Millionen. Mehr soll die Kombi-Arena Schmarl auch nicht kosten.

Sportler finden „Kombi-Idee“ spitze

Auf die Idee, Schwimmer und Eissportler unter einem Dach zusammenzubringen, war Ingolf Jopke noch nicht gekommen – aber: „Ich kann mir das gut vorstellen“, sagt der Vorsitzende des Schwimmclubs Empor und Vorstandsmitglied des Stadtsportbundes. „Wenn die Kombination dazu führt, dass die Betriebskosten gering bleiben und wir uns eine neue Halle leisten können, ist das eine tolle Sache.“ Auch Mike Specht, Vorsitzender des Eishockeyclubs REC Piranhas könnte sich mit der Kombi-Arena und einem Umzug nach Schmarl anfreunden: „Wenn die Nutzungsgebühren nicht steigen, wir noch etwas für die Umwelt tun und Energie sparen – ja, warum denn nicht?“ Schmarl sei für Sportler und Fans gut zu erreichen. „Das ist für uns eine Chance!“, so Specht. Und: Wenn die Eishalle Schillingallee für eine Sanierung wirklich zwei Jahre geschlossen werden müsste, wäre das „der Tod der ,Piranhas’“.

Andreas Meyer

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