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Rostock Neuer Sanitzer Tanker ist der größte im Kreis
Mecklenburg Rostock Neuer Sanitzer Tanker ist der größte im Kreis
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15:22 14.04.2019
Die Feuerwehr in Sanitz hat zwei neue Fahrzeuge in Dienst gestellt: Kreisbrandmeister Mayk Tessin (v. l.), Wilfried Matisseck, Leiter der Ortsfeuerwehr Sanitz, der stellvertretende Landrat Stephan Meyer (CDU) und Bürgermeister Joachim Hünecke (FDP) Quelle: Ove Arscholl
Sanitz

Als am Sonnabend um kurz nach 18 Uhr das Martinshorn durch Sanitz tönte, blieben die Kameraden der Feuerwehr vor dem Gemeinschaftshaus ruhig. Denn die Sirenen bedeuteten für sie an diesem Abend keinen Einsatz, sondern stammten von zwei neuen Fahrzeugen für den Fuhrpark der Brandschützer. „Diese Anschaffung ist Teil des Feuerwehrbedarfsplanes, an dessen Umsetzung wir arbeiten und für den wir insgesamt rund zwei Millionen Euro investieren. Weitere Fahrzeuge werden folgen“, so Bürgermeister Joachim Hünecke (FDP), in dessen Gemeinde es fünf Feuerwehren gibt.

Tankwagen hat die größte Kapazität im ganzen Landkreis

Der Sanitzer Ortswehr steht ab sofort ein gebrauchtes, aber aufgearbeitetes Tanklöschfahrzeug zur Verfügung, mit dem die Gemeinde eine Sonderstellung im Kreis einnimmt. Das 80 000 Euro teure Fahrzeug, dessen Kosten zur Hälfte der Landkreis trägt, hat ein Fassungsvermögen von 25 000 Litern. „Inklusive elektrischer Heizung, sodass Wasser auch Wasser bleibt, selbst wenn es mal wieder Winter wird“, sagte Hünecke angesichts des leichten Schneeregens während der Übergabe.

Vor dem Gemeinschaftshaus gab es am Sonnabend ein Gemeindefest für die neuen Feuerwehrfahrzeuge.

Mit an Bord befindet sich zudem noch ein Faltbehälter, der am Einsatzort aufgestellt werden kann. Sobald der Tankwagen seinen Inhalt in den Behälter abgelassen hat, kann er wieder losfahren, um neues Wasser zu holen. „Das ist wichtig für die Durchhaltefähigkeit bei Großbränden“, erklärte der stellvertretende Landrat Stephan Meyer (CDU). Kreisbrandmeister Mayk Tessin könnte sich vorstellen, dass ein weiteres solches Fahrzeug auch für den südlichen Bereich des Kreisgebietes angeschafft wird. „Erst einmal schauen wir aber, wie die Erfahrungen mit dem Sanitzer Exemplar sind“, so Tessin.

Neue Technik könnte für mehr Einsätze sorgen

„Uns ist klar, dass wir als Feuerwehr mit dieser Technik deutlich öfter zu Einsätzen im Kreisgebiet gerufen werden könnten“, sagt Wehrleiter Wilfried Matisseck. Für ihn und seine Kameraden sei dennoch klar gewesen, dass sie das Angebot, den Tanklöschwagen in Sanitz zu stationieren, nie abgelehnt hätten – „weil wir damit auch überörtlich helfen können“, so Matisseck. Aktuell würden in Sanitz pro Jahr durchschnittlich 30 bis 40 Einsätze für die freiwilligen Brandschützer anfallen.

Neben dem Tankwagen konnten sich die Kameraden am Sonnabend noch über eine zweite Anschaffung der Gemeinde freuen: ein modernes Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF20. Die Kosten in Höhe von rund 380 000 Euro teilen sich Gemeinde, Land und Landkreis.

Bürgermeister wird zum Ehrenmitglied ernannt

Für Bürgermeister Joachim Hünecke, dessen Amtszeit Ende April nach fast drei Jahrzehnten endet, gab es am Sonnabend nicht nur zahlreiche Dankesworte, sondern auch Auszeichnungen. Wehrleiter Wilfried Matisseck überreichte dem Gemeindeoberhaupt einen roten Helm mit „Achim“-Schriftzug.

Bürgermeister Joachim Hünecke wird Ehrenmitglied der Sanitzer Feuerwehr – samt eigenem Helm. Quelle: Ove Arscholl

„Du hast ja jetzt bald viel Zeit“, spielte er auf ein mögliches Mitwirken von Hünecke bei der Feuerwehr an und ernannte ihn gleich zum Ehrenmitglied. „Den kann ich ja auch beim Eishockey tragen“, freute sich der scheidende Bürgermeister über das Geschenk und zeigte den Helm auch seinem Nachfolger Enrico Bendlin (CDU). Von Kreisbrandmeister Mayk Tessin gab es dann noch eine Ehrung zum Anstecken – die höchste Auszeichnung der Brandschützer für Zivilpersonen, die Deutsche Feuerwehrehrenmedaille.

Löschzwerge sorgen für den Feuerwehrnachwuchs

Aber auch, wenn Joachim Hünecke nicht in den aktiven Dienst eintritt: Die Nachwuchsarbeit der Sanitzer Feuerwehr ist vorbildlich und fängt bei den Kleinsten an. 39 Mädchen und Jungen sind aktuell in der Kita Siebenbuche bei den Löschzwergen aktiv. „Ich habe fast nochmal so viele, die es kaum erwarten können, weil sie erst ab sechs Jahren mitmachen dürfen“, sagt deren Chefin Simone Horn.

In Sanitz haben schon die Kleinsten ein Herz für die Feuerwehr – die Löschwerge aus der Kita Siebenbuche. Quelle: OVE ARSCHOLL

Im kommenden Jahr bestehen die Löschzwerge seit zehn Jahren. „Einer von den acht Kindern aus der Anfangszeit ist noch immer dabei und auch in der Jugendwehr. Nächstes Jahr, mit 16, kann er dann auch zu den Aktiven“, freut sich die engagierte Erzieherin über das Interesse ihrer Schützlinge. „Denn die moderne Technik ist nur die eine Seite des Brandschutzes – es braucht auch Personal, das sie bedienen kann“, sagt Mayk Tessin, der von dieser kreisweit einmaligen Form der Nachwuchsgewinnung begeistert ist.

Fünf Wehren im Gebiet der Gemeinde

In der Gemeinde Sanitz gibt es fünf Feuerwehren mit insgesamt 110 Kameraden, darunter 15 Frauen. Die Ehrenabteilung zählt 20 Mitglieder, die Jugendwehr 34. Bei den Sanitzer Löschzwergen sind 39 Mädchen und Jungen aktiv. Zum Fuhrpark gehören neun Fahrzeuge, sechs Anhänger und zwei Oldtimer.

Claudia Labude-Gericke

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