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Rostock Neue Kinder-Klinik für Rostock
Mecklenburg Rostock Neue Kinder-Klinik für Rostock
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00:05 31.01.2018
Der Nordosten braucht ein neues Eltern- Kind-Zentrum.Harry Glawe (CDU) Gesundheitsminister
Südstadt

Die modernste Kinder- Klinik Deutschlands – sie soll in Rostock entstehen: Landesregierung, Südstadt-Klinik und Universitätsmedizin haben sich nach OZ- Informationen grundsätzlich auf den Bau des neuen Eltern-Kind- Zentrums in der Südstadt verständigt. Baustart für das neue Krankenhaus für kleine Patienten könnte bereits 2020 sein. Die Kosten seien der einzige Knackpunkt. Die werden auf mehr als 55 Millionen Euro geschätzt.

55-Millionen-Projekt: Land, Stadt und Uni stellen Weichen für modernes Eltern-Kind-Zentrum

Minister Glawe: MV braucht das neue Zentrum

Bereits seit mehr als vier Jahren arbeiten die landeseigene Uni-Klinik und das städtische Krankenhaus in der Südstadt an den Plänen für eine neue, zentrale Kinderklinik. Doch erst jetzt wird die Sache richtig konkret: Am Montag kamen Steffen Vollrath, Direktor des Klinikums Südstadt, und UniVorstand Christian Schmidt in Schwerin mit Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU), Bildungsministerin Birgit Hesse und Finanzminister Mathias Brodkorb (beide SPD) zusammen. Das Ergebnis des Spitzentreffens formuliert Glawe so: „Wir brauchen ein Eltern- Kind-Zentrum im Nordosten Deutschlands, um eine hochqualifizierte und moderne Versorgung sicherzustellen. Das Gesundheitsministerium unterstützt die Idee einer von der Universitätsmedizin Rostock und dem Klinikum Südstadt Rostock gemeinsam betriebenen neuen Kinder-Klinik.“ Erstmals bekannte sich damit ein führendes Mitglied der Landesregierung klar zu den Plänen. Nach OZ-Informationen hat sich auch Ministerin Hesse für den Bau ausgesprochen. In ihrem Ressort sollen bereits rund 20 Millionen Euro für das Projekt „gespart“ worden sein. Finanzminister Mathias Brodkorb hingegen sieht noch viele offene Fragen: „Die Gespräche dauern an, vor uns liegt noch ein weiter Weg.“ Nach OZ-Recherchen soll es unter anderem um die Finanzierung des Vorhabens gehen – und wer wie viel zu bezahlen hat.

Südstadt und Uni sind sich einig

Zwischen den Klinik-Chefs herrscht bei dem Thema absolut Einigkeit: „Wir wollen das Eltern- Kind-Zentrum – und wir wollen es gemeinsam betreiben. Rostock wird dadurch zum überregionalen Zentrum der Kinder-Medizin in unserem Land und wir werden den kleinen Patienten in der Einrichtung besser denn je helfen können“, sagt Christian Schmidt, der ärztliche Vorstand der Uni-Medizin. Und Schmidt lässt auch keinen Zweifel daran, wo die neue Klinik entstehen soll: „Der Neubau macht nur in der Südstadt Sinn. Jeder andere Standort wäre Quatsch.“ Schmidt verspricht sich von der neuen Kinder-Klinik auch in puncto Forschung und Lehre einen Schub: „Unsere Mitarbeiter warten auf das Projekt. Eine große Einrichtung wie diese ist auch ein Magnet für Experten. Das Eltern- Kind-Zentrum macht uns für angesehene Ärzte auf diesem Gebiet viel attraktiver.“

Südstadt-Chef Vollrath hat bereits sehr genaue Vorstellungen, wie die Klinik aussehen soll: „Die Geburtenstation wird aus unserem ,Altbau’ in den Neubau ziehen. Die Neonatologie – die Medizin für Neu- und Frühgeborene – ebenfalls. Aus der Uni-Klinik werden unter anderem die allgemeine KinderMedizin und auch die Kinder- Chirurgie zu uns ziehen.“ Dass zwei Kliniken zum Wohle kleiner Patienten sich zusammentun – „das ist bundesweit einmalig. Und auch in Sachen Forschung werden wir im Eltern-Kind-Zentrum neue Maßstäbe setzen.“ Die Gynäkologie soll indes im „alten“ Teil der Südstadt-Klinik bleiben: „Die Verbindung zwischen den Abteilungen macht aber Sinn.“

Entscheidung bis zur Jahresmitte

Eine endgültige Entscheidung zum Eltern-Kind-Zentrum soll nach dem Willen der Klinik-Chefs bereits zur Jahresmitte fallen. Doch bis dahin haben sie noch einige Hausaufgaben zu erledigen: „Die beiden Krankenhäuser und ihre Träger erarbeiten die detaillierte medizinisch-fachliche Konzeption sowie die Bau- und Betriebsplanung. Wenn diese Arbeiten erfolgt sind und die Ergebnisse zwischen den Krankenhäusern, ihren Trägern sowie der Landesregierung abgestimmt sind, können die nächsten Schritte erfolgen“, sagt Gesundheitsminister Glawe. So sollen die Kliniken unter anderem Nachnutzungskonzepte für die alte Kinder-Klinik im Hansaviertel und die bisherige Geburtsstation erarbeiten. „Wenn alles nach Plan läuft, wollen wir Anfang 2020 den Grundstein für das Bauvorhaben legen“, sagt Uni-Chef Schmidt. Der Bau werde dann mindestens zwei Jahre dauern.

Experten drängen auf schnellen Baustart

Bereits zu Jahresbeginn hatte Prof. Dr. Bernd Gerber, Direktor der Uni-Frauenklinik, den Bau des Eltern-Kind-Zentrums öffentlich eingefordert: „Ich höre seit Jahren die Diskussion um das Eltern-Kind- Zentrum. Eine der größten Geburtskliniken in ganz Deutschland braucht eine solche Einrichtung. Sie kommt eher zu spät als zu früh.“

Andreas Meyer

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