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Neue Netto-Filiale spaltet die Anwohner

Brinckmansdorf Neue Netto-Filiale spaltet die Anwohner

Krach und Staub von morgens bis abends: Die Baustelle an der Tessiner Straße in Brinckmansdorf, auf der einmal eine neue Netto-Filiale wachsen soll, sorgt für Ärger.

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Bisher ist nicht mal ein Fundament zu sehen. Den Abstand zwischen H�usern und Baustelle bildet eine kleine Nebenstra�e.

Quelle: Vivienne Griese

Brinckmansdorf. Die Anwohner beschweren sich, denn der Abstand zwischen der Baugrube und dem nächsten Wohnhaus ist gering. Zu gering, fanden die Leute und zogen mit einer Klage vors Landgericht — doch der Richter entschied gegen sie. Nun herrscht Frust.

Anwohner Hans Jürgen Krösche wurmt der Ausgang des Verfahrens: „Der Richter entschied sich gegen uns und für den neuen Bauklotz, da Brinckmansdorf für ihn ein Gewerbegebiet sei.“ Auch das Verhalten des Vertreters von Netto bei der letzten Ortsbeiratssitzung, an der auch er teilnahm, bringt Krösche auf die Palme. „Der Mann stand auf und wollte Klartext reden. Ihm geht es nicht um die Einwohner und deren Interessen. Der Netto werde für den Verkehr der Autobahn errichtet, um den noch einmal so richtig ,abzukassieren‘. Er will die Wirtschaft ankurbeln!“

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Die Betroffenen kann ich verstehen, wenn sie dagegen sind. Ob der Netto gebraucht wird, sei dahingestellt.“Sibylle Schult (60), Kassebohm

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Krösches Meinung nach ist der Bedarf an Einkaufsläden in der Umgebung gestillt; es seien bereits drei vorhanden. Außerdem seien die Straßen seit Beginn des Baus in einem katastrophalen Zustand, da die Schwerlasttransporte das Pflaster täglich beschädigten. Fazit: „Wir sind definitiv gegen den Netto.“ Gegenüber der OZ räumt Margit Kühn, stellvertretende Netto-Geschäftsführerin, ein, dass es schwer gewesen sei, eine Genehmigung für den Bau in Brinckmansdorf zu bekommen, da der Bedarf an Einkaufsmöglichkeiten gedeckt schien, zumal die Anwohner gegen die Ansiedlung klagten.

Keiner will den Netto? Karl Scheube, Brinckmansdorfer Ortsbeiratschef, hat einen anderen Eindruck. „In der letzten Ortsbeiratssitzung wurde nichts Negatives angesprochen. Alle Anwesenden haben unser Vorhaben befürwortet.“ Dietlind Würker, eine Anwohnerin, hält dagegen: „Für Bewohner, die direkt neben der Baustelle wohnen, ist das schrecklich. Wenn morgens die lauten Lieferfahrzeuge kommen, leidet die Wohnqualität“, schimpft sie. Milde sehen das die Anwohner Fred Fandrei und Greta Politz. Ihnen käme der neue Einkaufsmarkt sehr entgegen, sie würden gern den Laden besuchen. Greta Politz vermutet sogar: „Die, die immer dagegen waren, werden bei der Neueröffnung als Erstes dort einkaufen.“ Die einen wird‘s freuen, die anderen nicht: Voraussichtlich im Spätsommer soll laut Kühn die neue Netto-Filiale fertiggestellt sein und eröffnet werden. Mit ins Gebäude ziehen könnten dann auch Bäcker und Fleischer.

Vivienne Griese

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