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Neue Staatsbürger begrüßt

Stadtmitte Neue Staatsbürger begrüßt

Festakt im Rostocker Rathaus

Stadtmitte. Seit elf Jahren lebt Yosef Farhat (39) in Deutschland, seine Partnerin Mais Haddad (29) seit sechs Jahren. Seit Oktober sind die beiden nun offiziell deutsche Staatsbürger. Ein Ereignis, das sie beide sehr freue, sagt Yosef Farhat. Gestern wurden die beiden, die ursprünglich aus Syrien kommen, gemeinsam mit anderen neuen Staatsbürgern mit einem Festakt im Rostocker Rathaus offiziell begrüßt.

 

OZ-Bild

Mais Haddad (li.), Yosef Farhat (re.) und ihr Sohn George.

Quelle: Foto: Milbrandt

Zu diesem Anlass berichtete Mai-Phuong Kollath von ihren eigenen Erfahrungen in ihrer Wahlheimat. Die gebürtige Vietnamesin lebte von 1981 bis 2010 in Rostock und engagierte sich unter anderem im Verein Dien Hong. Die deutsche Staatsbürgerschaft erlangte sie kurz vor der Wende – mit einem Trick, wie sie erzählte. Um nicht nach Vietnam zurück zu müssen, hätte sie ihren deutschen Lebensgefährten heiraten müssen. „Das wollten meine Eltern nicht. Also wollte ich schwanger werden und das so lange verstecken, bis ich nicht mehr fliegen durfte.“ Gesagt, getan. Dem vietnamesischen Staat musste sie eine Entschädigung von 8000 Ostmark zahlen. „Dafür haben wir alles verkauft, was wir hatten.“ Als Deutsche anerkannt zu werden, sei für sie etwas Besonderes gewesen, sagte Kollath.

„Immer, wenn ich wieder in der Schlange im Wahllokal stehe, fühle ich mich mit den anderen dort verbunden“, sagte Kollath. Den neuen Staatsbürgern gab sie gestern aber auch mit auf den Weg: „Seien Sie sich ihrer kulturellen Wurzeln immer bewusst und leugnen sie diese nicht.“

Von Dezember 2016 bis November 2017 wurden in Rostock 159 Personen eingebürgert. Unter ihnen waren auch fünf Migranten, die wegen besonders guter Integrationsleistungen in Wissenschaft, Forschung und Sprache frühzeitig die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatten. 2017 kamen besonders viele Antragsteller aus Krisengebieten, vor allem aus Syrien, dem Irak und dem Jemen. cm

OZ

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