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Rostock Neue Straßenbahn-Linien: Stadthafen statt grüner Wiese?
Mecklenburg Rostock Neue Straßenbahn-Linien: Stadthafen statt grüner Wiese?
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09:13 01.12.2015
Die neuen Rostocker Straßenbahn am Steintor: RSAG und Stadt denken über einen Ausbau des Gleisnetzes nach. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Fast zehn Jahre nach dem letzten Ausbau wird der Ruf nach einer erneuten Erweiterung des Rostocker Straßenbahnnetzes lauter. Sowohl im Rathaus als auch bei der RSAG gibt es erste Pläne. Nur über die Frage, wohin künftig neue Gleise verlegt werden sollen, herrscht noch Uneinigkeit.

Geht es nach Umwelt- und Bausenator Holger Matthäus (Grüne) ist der Fall klar: Rostock versinkt im Autoverkehr. „Das führt gerade morgens und abends zu erheblich zähfließendem Verkehr auf unseren Straßen, zu Stau und auch zu einer hohen Abgas- und Lärmbelastung in der Stadt.“ Um das zu ändern, soll die Straßenbahn die insgesamt rund 50.000 Pendler schon weit vor den Toren der Stadt abholen. Erst kürzlich verkündete Matthäus, dass er das RSAG-Netz gleich in drei Richtungen erweitern möchte – zum Hansecenter in Bentwisch, zum Ostseepark nach Sievershagen und bis zu Globus in Roggentin.

Die RSAG hat derzeit ein anderes Areal für einen Netzausbau im Blick: den Stadthafen. Bereits vor vier Jahren hatte der damalige Vorstand der Straßenbahn, Wilfried Eisenberg, erste Studien für eine Linie an der Warnow in Aussicht gestellt. Geschätzte Kosten für die neue Gleistrasse damals: rund zehn Millionen Euro. Die geplante Entwicklung des Stadthafens könnte einen Ausbau der Gleise vom Werftdreiecke bis zum Kanonsberg wieder neuem Schwung verleihen: „Wir haben die Machbarkeit bereits grob geprüft. Die Ergebnisse können wir in die Planungen für den Stadthafen einbringen“, sagt RSAG-Sprecherin Beate Langner.



Andreas Meyer

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