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Rostock Neuer Stadtschülerrat fordert freies Internet
Mecklenburg Rostock Neuer Stadtschülerrat fordert freies Internet
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00:05 18.10.2017
Anna Gündüz (Mitte) übergibt ihr Amt als Vorstandsvorsitzende an Leo Radloff (li.). Katharina Scheyko bleibt Stellvertretende. Quelle: Foto: Julia Graßmann
Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Besseres Cafeteria-Essen, bezahlbare Schüler-Verkehrstickets und Wlan an Schulen – der dringende Wunsch, etwas an den Schulen der Hansestadt zu verändern, ist allgegenwärtig. Zwölf engagierte Jugendliche aus Rostock wollen sich für die Interessen ihrer Mitschüler einsetzen. Davon wurden gestern Leo Radloff (Musikgymnasium Käthe Kollwitz) als Vorsitzender und Katharina Scheyko (Hundertwasser-Gesamtschule) und Simon Johannsen (Innerstädtisches Gymnasium) zu den Stellvertretern des neu aufgestellten Stadtschülerrates gewählt.

Etwa 30 Rostocker Schulen werden vom Rat vertreten. Die Mitglieder sind an ihren jeweiligen Bildungseinrichtungen bereits als Klassen- oder Schülersprecher aktiv. Gemeinsam wollen sie über die Stadtteilgrenzen hinaus ihre Probleme an den Schulen anpacken.

Der bisherige Vorstand aus neun Schülern musste aufgelöst werden. „Einige von uns machen bald ihr Abi und können sich nicht mehr aufstellen lassen. Deshalb müssen die Jüngeren jetzt nachrücken“, erklärt Anna Gündüz. Die 17-Jährige von der Jenaplanschule war seit Neugründung des Rates vor drei Jahren dabei. Vor zwei Jahren wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden gewählt. Da sie jetzt schon in der elften Klasse ist, musste sie gestern ihr Amt abtreten.

Etwa alle drei Wochen tagt der Stadtschülerrat im Amt für Schule und Sport, um Pläne und deren Umsetzung zu besprechen. Für den gestrigen Wahltag ließen die Mitglieder einen ganzen Schultag ausfallen – der Unterrichtsstoff muss natürlich selbstständig aufgearbeitet werden. „Es ist schon sehr zeitaufwendig, aber es macht Spaß, aktiv zu werden, und es ist schließlich für einen guten Zweck“, betont der neue Vorstandsvositzende Leo Radloff, der zukünftig in der Politik Fuß fassen möchte. Die Jugendlichen organisieren den Großteil aus eigener Kraft und eigenen Mitteln. Einen Ansprechpartner haben sie mit dem Schulverwaltungsamt, das ihnen unter anderem bei der Gestaltung einer eigenen Website geholfen hat. Zudem unterstützt das staatliche Schulamt beispielsweise bei den Wahlen und steuerte die Stimmzettel bei. Die Schüler lernen auch von den Großen, indem sie Kontakte zu Politikern knüpfen und ihre Vorhaben austauschen.

Eines der aktuellsten Themen des Schülerrates dreht sich um Digitalisierung. „Unsere Computerräume brechen aus allen Nähten, teilweise sind die Computer auch kaputt. An den meisten Schulen gibt es einfach nicht genügend Kapazitäten“, beklagt Anna Gündüz. „Deswegen wird es auch Zeit, dass unsere Schulen ein funktionierendes Wlan anschaffen.“

Im Bürgerentscheid um das Traditionsschiff positionierte sich der Stadtschülerrat mit einer eigenen Kampagne klar gegen die Verlegung. Das Geld könne stattdessen viel besser in Bildung und Schulen investiert werden, so Anna.

jg

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