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Neuer Vorstoß für Ämterfusion

BENTWISCH Neuer Vorstoß für Ämterfusion

Im Amt Rostocker Heide fühlen sich die Bentwischer nicht gut aufgehoben, außerdem braucht die Gemeinde Fläche. Die könnte sie in Klein Kussewitz finden, dort wird ein Partner für einen Zusammenschluss gesucht.

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Wir brauchen leistungsstarke Strukturen für die Zukunft.“Harald Peithmann, Gemeindevertreter

Quelle: michael schißler

Bentwisch. Die Gemeindevertretung Bentwisch will eine Ämterfusion — vor allem in Hinblick auf mögliche Gemeindezusammenschlüsse mit Klein Kussewitz und Poppendorf. Dafür haben sich die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstag im Gemeindezentrum mit großer Mehrheit entschieden.

In der Diskussion sagte Bürgermeister Joachim Schwaß: „Ich bin grundsätzlich für Fusionen.“ Gleichwohl müsse man beachten, „dass eine Ämterfusion notwendig ist, wenn wir aus einem Amt herausgehen“.

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Wir brauchen leistungsstarke Strukturen für die Zukunft.“Harald Peithmann, Gemeindevertreter

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Der Bürgermeister erinnerte auch daran, dass es bereits im Jahre 2010 den Versuch gegeben habe, die Ämter Rostocker Heide und Carbäk zusammenzufassen, dies sei seinerzeit gescheitert.

Gemeindevertreter Harald Peithmann unterstrich die Notwendigkeit der erneuten Fusionsbemühungen. „Wir fühlen uns nicht gut aufgehoben im Amt Rostocker Heide“, sagte er. Wenn man das, was die Gemeinde Bentwisch bislang erreicht habe, sichern wolle, müsse man eine größere und leistungsfähigere Struktur haben: „Wir könnten dann auch wieder Wohngebiete ausweisen, was die Gemeinde Bentwisch allein nicht mehr kann.“

Marianne Buchta stellte die Frage: „Gibt es eine Notwendigkeit für eine Fusion?“ Es drohe doch keine Eingemeindung vonseiten der Hansestadt Rostock. Später merkte die Gemeindevertreterin an, ob Klein Kussewitz und Poppendorf überhaupt zu Bentwisch gehören wollten.

In ihrer Stellungnahme zu dem Beschluss hatte die Verwaltung des Amtes Rostocker Heide noch einmal darauf hingewiesen, dass beide Ämter — Rostocker Heide und Carbäk — so bemessen seien, „dass eine leistungsfähige, sparsame und wirtschaftlich arbeitenden Verwaltung unter ehrenamtlicher Leitung erreicht wird“. Bei Auswirkungen auf die Ämterstruktur müsse das Innenministerium zustimmen.

Die Initiative für den am Donnerstag verabschiedeten Beschluss kam von der Wirtschaftlichen Vereinigung Bentwisch. Deren Mitglied Harald Peithmann war im Februar mit der Idee einer Fusion zwischen Klein Kussewitz und Bentwisch an die Öffentlichkeit getreten. Zuvor hatten sich zu Jahresbeginn die Gemeindevertreter von Klein Kussewitz dafür entschieden, sich nach einem Partner umzusehen. Sie hatten dafür zunächst Poppendorf ins Auge gefasst.

Vor allem die gestiegene Kreisumlage, die geringeren Zuweisungen und die höheren Abschreibungsrücklagen zwangen die Klein Kussewitzer zu diesem Schritt. Die Gemeinde Kussewitz würde in eine Partnerschaft etwa 600 000 Euro aus Rücklagen einbringen. Zwischenzeitlich hatte es erste Gespräche zwischen der Gemeindevertretung Poppendorfs und der Kommune Klein Kussewitz gegeben.

Diese Unterredung allerdings brachte nicht mehr als die Zusage, gemeinsam die kommunale Zusammenarbeit zu stärken, berichtete der Poppendorfer Bürgermeister Andreas Knorr in der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Wirtschaftsstark
Bentwisch ist die Gemeinde im Amt Rostocker Heide, die am meisten Gewerbesteuereinnahmen hat und entsprechend hohe Summen an Amtsumlage zahlt. Die Kommune hat gut 2500 Einwohner, sie leben in Bentwisch und seinen Ortsteilen Albertsdorf, Goorstorf, Harmstorf, Klein Bartelsdorf, Klein Bentwisch, Neu Bartelsdorf und Neu Harmstorf. Bentwisch schließt unmittelbar an die Kommune Klein Kussewitz im Amt Carbäk an.

Michael Schißler

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Die Kommunen Bentwisch und Klein Kussewitz im Landkreis Rostock wollen sich zusammenschließen, gehören jedoch unterschiedlichen Ämtern an.

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