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Rostock Neues Löschboot: Volle Hallen bei Tamsen
Mecklenburg Rostock Neues Löschboot: Volle Hallen bei Tamsen
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00:10 05.12.2017
Viel zu tun bei Tamsen Maritim: Zwei von insgesamt fünf Minenjägern der Bundesmarine warten darauf, in Gehlsdorf gewartet zu werden. Zeitgleich arbeitet Tamsen an elf Schiffen.
Gehlsdorf

So voll war es in den Hallen, an den Kais und auf dem Werft-Areal von Tamsen Maritim in Gehlsdorf noch nie. Während in anderen Branchen so etwas wie Winterruhe einkehrt, geht es in dem Schiffsbaubetrieb in den kommenden Wochen richtig zur Sache: „Wir haben gleich elf Schiffe hier, an denen wir zeitgleich arbeiten“, sagt Geschäftsführer Christian Schmoll.

Gestern hat der Umbau eines Seenotkreuzers zum neuen Rostocker Löschboot begonnen – und die OZ sucht für das neue Schiff der Hansestadt den passenden Namen.

Das neueste Projekt ist für die Hansestadt Rostock bestimmt: Das Brandschutz- und Rettungsamt lässt seit gestern einen ehemaligen Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zum Löschboot umbauen. Über den künftigen Namen des Feuerwehr- Bootes sollen die OZ-Leser in den kommenden Wochen entscheiden.

Neues Löschboot geht im Sommer 2018 in Dienst

Dass die Hansestadt sich von ihrem aktuellen Löschboot mit dem wenig klangvollen Namen FLB 40-3 trennen muss, ist schon seit einigen Jahren bekannt: Das Gefährt ist in die Jahre gekommen, fällt ständig wegen technischer Probleme aus und kostet die Stadt im Unterhalt Unsummen. „Dass wir ein neues Schiff brauchen, daran gibt es keinen Zweifel“, sagt der zuständige Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). Bei Bränden an Bord von Schiffen oder im Hafen, bei Unglücken auf See, Umweltverschmutzungen auf dem Wasser oder auch bei der Suche nach Vermissten kommt die schwimmende Einheit der Berufsfeuerwehr zum Einsatz. „Der größte deutsche Ostseehafen sollte ein Löschboot haben.“

Ein kompletter Neubau stand dabei auch eine Zeit lang zur Debatte: Das hätte aber mehr als zehn Millionen Euro gekostet. „Wir haben darüber mit dem Land gesprochen und wären auch bereit gewesen, mit einem Neubau Aufgaben für das Land und das Havariekommando auf hoher See zu übernehmen. Aber wir sind in dem Punkt nicht zusammengekommen.“ Also musste ein gebrauchtes Boot her: Für 400000 Euro hat die Stadt der DGzRS die „Vormann Steffens“ aus Hooksiel an der Nordsee abgekauft. Nun wird der Seenotkreuzer für knappe drei Millionen Euro bei Tamsen Maritim umgebaut. Er erhält unter anderem ein neues Rettungs(bei-) boot, eine neue Hauptmaschine und soll dank neuester Steuertechnik von nur zwei Mann Besatzung zu steuern sein. Spätestens zur Hanse Sail soll das Löschboot dann in den Dienst gehen. „Das FLB 40-3 wollen wir an einen Verein übergeben. Es soll als Museumsschiff den Stadthafen beleben“, verrät Müllervon Wrycz Rekowski Das alte Beiboot der „Vormann Steffens“ soll auch in Rostock bleiben: „Wir wollen es vor unserer Station in Warnemünde ausstellen – als neues Wahrzeichen“, kündigt DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler an.

Tamsen Maritim will mehr Löschboote bauen

Auch für die Werft ist der Umbau des Kreuzers zu einem Löschboot ein besonderes Projekt: „Wir haben uns von einem reinen Reparaturbetrieb auch zu einer Werft für Um- und Neubauten entwickelt2, so Geschäftsführer Schmoll. Das Projekt für die Hansestadt soll deshalb Leuchtturm-Charakter haben: „Auch in den anderen Ostseehäfen des Landes nimmt der Verkehr auf dem Wasser zu. Deshalb hielten wir es für sinnvoll, wenn sich auch Stralsund und Wismar mit dem Thema Löschboot befassen.“ Mit dem Bund und dem Land sei die Werft zudem in Gesprächen über Neubauten – unter anderem für die Fischereiaufsicht. Dabei kann sich Tamsen Maritim schon jetzt über mangelnde Auslastung schwerlich beklagen: Gleich die halbe deutsche Flotte von Minenjagdschiffen liegt derzeit in Gehlsdorf. Fünf Schiffe der Marine werden zeitgleich gewartet oder repariert. Zudem arbeiten die rund 90 Mitarbeiter an einem Fahrgastschiff, an der Hohe Düne-Fähre „Breitling“ und der Wartung des DGzRS-Schiffs „Hermann Rudolf Meyer“ und zwei Neubauten für die Seenotretter.

Schiffsname gesucht

Wie soll das Löschboot heißen? Die Antwort auf diese Frage sollen Sie,

liebe Leser, geben. Die OZ und die Hansestadt suchen gemeinsam nach Vorschlägen. „Das Schiff könnte

beispielsweise einen historischen

Namen tragen oder nach verdienten

Persönlichkeiten benannt werden“, sagt Senator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). „Die Berufsfeuer-

wehr wird nächstes Jahr 110 Jahre alt. Vielleicht findet sich in der Historie ja ein passender Name“, ergänzt Ronny Mönck, bei der Berufsfeuerwehr Projektleiter für den Schiffsumbau. Aus allen Vorschlägen wählt eine Jury fünf Namen aus, über die dann die OZ-Leser abstimmen sollen. Der Ideengeber für den neuen Namen erhält Eintrittskarten für das Konzert „Karat meets Klassik“. Unter allen Teilnehmern verlosen wir zudem 800-Jahre-Rostock-Shirts.

So können Sie mitmachen: Schicken

Sie Ihre Vorschläge per E-Mail an

rostock@ostsee-zeitung.de oder

per Post an OSTSEE-ZEITUNG,

Lokalredaktion Rostock, Richard-

Wagner-Straße 1a, 18055 Rostock

Andreas Meyer

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