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Rostock Nienhagen kontra Raser
Mecklenburg Rostock Nienhagen kontra Raser
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00:05 17.10.2017
Dieser Autofahrer unterschreitet auf der Kliffstraße das Tempolimit von 30 km/h noch deutlich. Quelle: Foto: Lennart Plottke
Nienhagen

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es hier mal richtig knallt: „Die Raserei in der Kliffstraße ist uns schon länger aufgefallen“, sagt Nienhagens Bürgermeister Uwe Kahl. „Dazu achten die Leute nicht auf ,rechts vor links’ – der Schnellere nimmt sich einfach die Vorfahrt.“ Was erschwerend hinzu kommt: „Wir haben hier einen Spielplatz“, sagt Kahl. „Das kann für die Kinder richtig gefährlich werden.“

Um jetzt mit konkreten Zahlen arbeiten zu können, habe die Gemeinde im August und September mehrere Verkehrszählungen durchgeführt, erklärt Kahl: „Die Ergebnisse waren erschreckend.“ So seien mehr als 92 Prozent der Autos zu schnell unterwegs gewesen: „Trauriger Spitzenreiter war ein Fahrer, der seinen Wagen mit 100 km/h über die Kliffstraße gejagt hat“, sagt Kahl. „Und das in einer 30er-Zone.“ Die Durchschnittsgeschwindigkeit habe bei 40 km/h gelegen. „Das sind aber immer noch 10 km/h zu viel.“

Und: „Die Daten zeigen auch, dass hier Ende August innerhalb von zwei Wochen gut 30 000 Fahrzeuge unterwegs waren – da sieht man mal, wie sehr die Straße belastet ist.“ Um zumindest das unmittelbare Umfeld für die Kinder so sicher wie möglich zu machen, wurde vor einigen Wochen auf Initiative von Gemeindevertreter Wolfgang Lange (BIG) vor dem Spielplatz ein digitales Geschwindigkeits-Schild aufgestellt. Und diese Maßnahme zeigt Wirkung: „Interessant zu beobachten, wie die Leute kurz vor dem Schild bremsen, wenn ihnen eine rote Zahl anzeigt, dass sie zu schnell fahren“, sagt Kahl.

„Obwohl da ja eigentlich gar nicht geblitzt wird.“

Dass digitale, interaktive Hinweistafeln den Verkehr zumindest etwas einbremsen können, hat die Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen in den vergangenen Monaten registriert. „Für die Geschwindigkeiten auf der B 105 hatte das einen sehr positiven Effekt“, sagt Bürgermeister Eduardo Catalán (FDP). „Zum einen sind die Leute deutlich langsamer gefahren, andererseits haben wir jetzt eine sehr große Datenmenge, mit der wir arbeiten können.“

In Kürze sollen diese Tafeln durch „unsichtbare“ Messgeräte ersetzt werden, kündigt Catalán an: „Um gegenüber dem Straßenverkehrsamt zu belegen, ob und wie sich das Fahrverhalten ohne Hinweisschilder verändert.“ Aufgrund der guten Erfahrungen werden demnächst auch in den Ortsteilen Admannshagen und Rabenhorst digitale Tafeln aufgestellt.

Lennart Plottke

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