Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° bedeckt

Navigation:
„Niki“-Pleite: Aida muss 990 Flüge umbuchen

Rostock „Niki“-Pleite: Aida muss 990 Flüge umbuchen

Der Pleite der österreichischen Air Berlin-Tochter trifft auch Deutschlands größte Kreuzfahrt-Reederei: Seit Wochen herrscht bei Aida in Rostock der Ausnahmezustand. Was alles getan werden muss, damit 35.000 Urlauber trotzdem in den Urlaub kommen.

Voriger Artikel
Jetzt bewerben: Der coolste fahrende Trabi in MV gesucht
Nächster Artikel
RSAG und Rebus wollen Kritzmower in den Bus locken

Ausnahmezustand wegen der „Niki“-Pleite: Im Aida-Kundencenter kümmern sich Josephine Ruml (v. l.), Anna Grüssel, Sylvana Häusler und Svenja Rohde um die Buchungen und Umbuchungen von Flügen.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Ausnahmezustand in der Aida-Zentrale: Die Insolvenz der Fluggesellschaft „Niki“ hält seit Wochen auch die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei auf Trab. Der Grund: Aida hatte für fast 35 000 Passagiere Zubringer-Flüge zu den Schiffen bei „Niki“ gebucht. Doch die Airline hebt nicht mehr ab. „Nach der Insolvenz von Air Berlin war die ,Niki’-Pleite sicher die größte Herausforderung für uns in den vergangenen Monaten“, sagt Hansjörg Kunze, der Aida- Kommunikationschef. Seit Mitte Dezember sei ein bis zu 150-köpfiges Team im Kundencenter und in die Transport-Abteilung damit beschäftigt gewesen, neue Flüge für alle Gäste zu buchen.

 

35.000 Kunden von Aida betroffen

„Unser Kundencenter hat sich per SMS und E-Mail mit allen betroffenen Gästen in Kontakt gesetzt und sie informiert, dass wir an Lösungen arbeiten“, so Dennis Schrahe, Vize-Präsident Transport bei Aida. „Und mein Team hat sich an die Telefone gesetzt. Wir haben europaweit so ziemlich jede Fluggesellschaft angerufen, ob sie noch Flüge für uns übernehmen kann.“ Mit Erfolg: Für „Niki“ sprangen Fluggesellschaften aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden, aus Spanien, England und aus Tschechien ein. Unter anderem wurden von der Lufthansa und SunExpress, von Tuifly und Germania, Eurowings und SmallPlanet KreuzfahrtGäste transportiert. Und auch eine Fluggesellschaft aus MV half Aida in der „Niki“-Not: „Wir haben auch Flüge von ,SundAir’ aus Stralsund durchführen lassen“, sagt Aida-Sprecher Kunze. „Insgesamt 990 Flüge mussten wir neu organisieren. Das wäre ohne das ganze Team gar nicht möglich gewesen“, ergänzt Schrahe.

Mehrkosten trägt allein die Reederei

Die „Niki“-Insolvenz – sie kostet die Rostocker Reederei „enorme Summen“. Denn die Mehrkosten für die neuen Flüge muss die Reederei treffen. Konkrete Summen nennt die Reederei aber nicht. Nur so viel sagt Aida-Sprecher Kunze: „Wenn wir die Probleme nicht gelöst hätten, hätten Zehntausende Urlauber ihre Reise nicht antreten können. Das wäre auch für uns noch viel teurer geworden.“ Aida hätte den Reisepreis erstatten müssen. Von den entgangenen Umsätzen der Urlauber an Bord ganz zu schweigen. Der Schaden hätte in den hohen zweistelligen Millionen-Bereich gehen können.

Andreas Meyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Potsdam
Der frühere Bundesverkehrsminister Günther Krause

Mit seiner unternehmerischen Tätigkeit nach seiner politischen Laufbahn hat der frühere Bundesverkehrsminister schon mehrfach die Gerichte beschäftigt. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Potsdam Anklage wegen Bankrotts erhoben.

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Bigband spielt zum Fest

Unsere Gäste im Kurzporträt / Heute: Hansestadt Warburg