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Rostock Nordost-Arena: Hansestadt streitet um neuen Hallen-Namen
Mecklenburg Rostock Nordost-Arena: Hansestadt streitet um neuen Hallen-Namen
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06:42 26.10.2017
Die Stadthalle in Rostock wurde gerade erst für 17 Millionen Euro erweitert. Nun soll die Konzert- und Sportarena auch einen neuen Namen bekommen (Symbolbild). Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Gegen den Plan, die größte Veranstaltungsstätte im Land in „Nordost-Arena“ umzubenennen, regt sich Widerstand. „Nordost-Arena – das klingt einfallslos. Eine Himmelsrichtung ist nichts Besonderes“, sagt LinkenChefin Eva-Maria Kröger. Der Rostocker Bund ist nicht grundsätzlich gegen eine Umbenennung: „Aber Nordost-Arena – das muss es wirklich nicht sein“, sagt Fraktionschefin Sybille Bachmann. Sie hat einen Gegenvorschlag: Hanse-Arena.

Die Geschäftsführerin der stadteigenen Messe- und Stadthallengesellschaft, Petra Burmeister, begründet die Umbenennung damit, dass „Stadthalle“ nicht mehr zeitgemäß sei: Der Begriff wirke verstaubt. Nach der 17 Millionen Euro teuren Erweiterung solle auch ein neuer Name her. „Wir wollen einen Namen der stolz für die Region steht, der einprägsam ist, international funktioniert und unsere Wettbewerbsfähigkeit anderen großen Hallen gegenüber betont.“ Der Aufsichtsrat der Stadthallen-Gesellschaft hat dem Plan bereits einstimmig zugestimmt, auch der Oberbürgermeister hat seinen Segen erteilt. In der Bürgerschaft könnte der neue Name aber nun noch gestoppt werden.

Die CDU will der Umbenennung zustimmen, sagt Fraktionschef Daniel Peters. Die Ausführungen der Werbe-Agentur, die sich „Nordost-Arena“ überlegt habe, finde er überzeugend. Auch SPD-Fraktionschef Steffen Wandschneider-Kastell hat grundsätzlich kein Problem mit einem neuen Namen: „Die neue Arena ist nicht mehr nur eine Rostocker Halle.“ Der Vorschlag von Burmeister habe einen lokalen Bezug: „Das ist eine Idee, über die wir diskutieren können.“ Das sehen die Grünen anders: „Da fehlt jeder Bezug zu Rostock. Der Name schafft eher weniger als mehr Identifikation mit der Halle“, so Fraktionschef Uwe Flachsmeyer. „Ich bin nicht begeistert.“ Auch bei den Linken regt sich Protest: „Die Menschen haben Angst vor Identitätsverlust. Auch solche Umbenennung trägt einen kleinen Teil dazu bei.“ Die Nordost-Arena könne auch in Stralsund oder auf Rügen stehen – „viel zu beliebig“, so Fraktionschefin Kröger.

Sybille Bachmann findet Hanse-Arena viel griffiger: „Dann hätten wir eine Hanse-Messe, eine Hanse-Arena und bald auch ein Hanse-Sportforum, wenn die neue Sporthalle kommt.“ Burmeister lehnt diesen Vorschlag aber ab: Die Verwechslungsgefahr mit der Hanse-Messe sei zu groß. „Wir haben bereits 600 Namen geprüft – ob sie griffig oder schon vergeben sind und ob sie auch online funktionieren.“

Andreas Meyer

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