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Rostock Nordwasser sucht neuen Chef
Mecklenburg Rostock Nordwasser sucht neuen Chef
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00:00 30.08.2018
Bramow

Erst vor gut sechs Wochen hat das neue, kommunale Unternehmen Nordwasser die Wasserversorgung in Rostock und 28 Umlandgemeinden übernommen. Doch nun muss sich das Unternehmen bereits einen neuen Chef suchen: Wolf-Thomas Hendrich, der technische Geschäftsführer des Unternehmens, wird zum 1. Januar zurück in seine sächsische Heimat wechseln. Er wird dort Chef der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda. Hendrich hatte den Posten in Rostock erst am 1. Januar angetreten – zusammen mit der kaufmännischen Chefin Michaela Link.

„„Die Aufgabe in Rostock macht mir viel Freude. Aber eine Fern- beziehung zur Familie macht mich auf Dauer nicht glücklich.“Wolf-Thomas Hendrich Noch-Geschäftsführer Nordwasser

Am Dienstag hatte der Stadtrat von Hoyerswerda die Personalie offiziell abgesegnet. „Mein Wechsel hat ausschließlich private Gründe“, sagte Hendrich der OZ. Seine Frau und seine drei Kinder würden nach wie vor in Sachsen leben. „Meine Frau hat jüngst eine neue Aufgabe im Sozialministerium des Landes Sachsen übernommen. Auch meine Kinder sind dort verwurzelt und wollen gern im Süden bleiben.“

Hendrich: „Ich nehme für mich in Anspruch, Familie und Beruf unter einen Hut bringen zu wollen. Eine Fernbeziehung macht auf Dauer nicht glücklich.“

Er habe gerne in Rostock gearbeitet: „Der Wechsel von Eurawasser zu Nordwasser war für uns alle spannend. Ich bin froh, dass wir das mit unseren engagierten Mitarbeitern so reibungslos hinbekommen haben.“ In Hendrichs Zuständigkeit fielen unter anderem die Klärschlammentsorgung, Labor- Dienstleistungen, die Aufstellung des Fuhrparks sowie die Einführung eines völlig neuen Leitsystems für die mehr als 155 wasserwirtschaftliche Anlagen in und um Rostock.

Nordwasser gehört zur städtischen Beteiligungsholding RVV. Oliver Brünnich, Vorstand der Stadtwerke Rostock AG und Chef der RVV, bedauert Hendrichs Abschied: „Aber wir können seine Gründe natürlich menschlich alle nachvollziehen.“ Die Zeit bis Jahresende wolle die RVV nutzen, um einen neuen technischen Chef für Nordwasser zu suchen. „Wir brauchen jemanden mit ausgesprochener technische Expertise. Rostock und das Umland wachsen, auf Nordwasser kommen in den kommenden Jahren große Infrastrukturprojekte zu.“ Das Unternehmen von „nur“ einem Geschäftsführer leiten zu lassen, komme nicht in Frage: „Dafür ist Nordwasser zu groß – und die Aufgabe der Wasserversorgung ebenfalls“, sagte Brünnich.

am

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