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Rostock Norma: Azubis übernehmen Kommando
Mecklenburg Rostock Norma: Azubis übernehmen Kommando
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05:30 11.10.2018
Die Auszubildende Jasmin Pagels und ihre Kollegen kümmern sich diese Woche um alles. Quelle: Lina Knaack
Sievershagen

Ungewöhnliches Bild für Kunden in der Norma-Filiale Sievershagen: jüngere und auch mehr Mitarbeiter als sonst wirbeln durch den Laden. Grund: In dieser Woche haben Auszubildende aus Rostock das Kommando in dem Supermarkt übernommen. Zu acht stellen sie sich der neuen Herausforderung. Unter ihnen befindet sich Jasmin Pagels. Sie ist im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung im Einzelhandel bei Norma. „Ich habe früher schon hier als Teilzeitkraft gearbeitet“, erzählt die 21-Jährige. Gelockt hat sie vor allem die abwechslungsreiche Arbeit, die jeden Tag neue Aufgaben bietet: Die Ware bestellen, einordnen und überprüfen sowie die Arbeit an der Kasse sind nur ein Teil davon.

Jetzt in der Chefrolle zu sein, erfordert viel Teamgeist von der Gruppe. Da die Azubis aus unterschiedlichen Lehrjahren zusammenarbeiten, konnte Jasmin Pagels bereits anderen etwas Neues erklären. Zum Beispiel stand die Inventur an, die im ersten Lehrjahr noch nicht behandelt wurde. So können die 17 bis 23-Jährigen in verschiedenen Bereichen von dem unterschiedlichen Wissen gemeinsam profitieren. „Und man macht für sich gleichzeitig einen Selbstcheck, was man alles schon kann“, ergänzt Jasmin Pagels. Die neue Verantwortung motiviert sie. Nach dritten und somit letzten Ausbildungsjahr möchte sie gern weiterhin im Norma arbeiten.

Auszubildende motiviert Neues zu lernen

„Die jungen Leute sind sehr wissbegierig“, schwärmt Annett Naborowski. Sie ist die Bereichsleiterin für Aus- und Weiterbildungen und organisierte die Woche. Falls es doch einmal Fragen gibt, steht sie den angehenden Einzelhandelskaufmännern und -frauen helfend zur Seite. Es ist etwas anderes, denn die ­Azubis arbeiten normalerweise in verschiedenen Filialen. „Für die Jugendlichen ist es angenehm unter sich zu sein.“ Das liegt nicht nur an der Zusammenarbeit, sondern auch an dem guten Verhältnis. Da nicht alle in der Nähe wohnen, übernachten alle Azubis gemeinsam in einem Hotel in der Nähe. „Das hat sogar ein bisschen was von Klassenfahrtstimmung“, kommentiert Naborowski.

Die duale Ausbildung bei Norma findet im Blockunterricht statt, das heißt, auf ein paar Wochen Unterricht folgen einige Wochen Arbeit. Der Praxisbezug ist sehr wichtig. Ein Bestandteil des Lehrplans ist die Filialübernahme nicht, sondern der jeweilige Betrieb kann so ein Projekt selbst planen. Das bedeutet gleichzeitig, dass diese Woche keinen Einfluss auf die Benotung hat. Im Vordergrund soll die Erfahrung und persönliche Weiterentwicklung liegen. Norma ist dabei nicht allein. Auch andere Unternehmen überlassen ihren zukünftigen Mitarbeitern für eine Woche die Leitung.

„Jetzt sind wir die Chefs!“ Dieses Team hat die verantwortungsvolle Aufgabe, den Laden am Laufen zu halten. Quelle: HRO

Filialleiterin zieht Zwischenfazit

Die normalen Mitarbeiter haben für diesen Zeitraum frei, aber die Filialleiterin Petra Möller steht den Azubis für Fragen bereit. Sie sagt, dass die Woche bisher gut angelaufen ist. „Es ist eine tolle Chance für junge Leute für etwas mehr Verantwortung.“ Diese Situation bringt nicht nur für die Azubis neue Herausforderungen. „Es kann schwierig sein, meine Aufgaben aus der Hand zu geben“, sagt Möller. Zudem muss sie im Fokus behalten, dass die Aufgaben abwechslungsreich verteilt sind.

Dank der funktionierenden Zusammenarbeit gibt es keine Veränderung für ihren gewohnten Einkauf. In der Sievershagener Filiale findet dieses Projekt bereits zum zweiten Mal statt und innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns fand in Schwerin Gleiches statt. Da es bisher immer erfolgreich abgelaufen ist, wird es diese Möglichkeit für die Azubis wahrscheinlich öfter geben. Deutschlandweit bietet Norma jedes Jahr ungefähr 400 Lehrstellen an.

Lina Knaack

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