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Rostock Norma will nach Diedrichshagen
Mecklenburg Rostock Norma will nach Diedrichshagen
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00:00 11.01.2018
Warnemünde

Die Supermarktkette Norma erwägt sich in Diedrichshagen anzusiedeln. Das Unternehmen hat sich mit einem Schreiben an den Warnemünder Ortsbeirat gewandt, um dessen Meinung einzuholen. In seiner Sitzung am Dienstag, in der Beiratschef Alexander Prechtel die Mitglieder über das Schreiben informierte, wurde gleich lebhaft über das Projekt diskutiert.

Das Ergebnis der Debatte fasste Prechtel so zusammen: „Wir sehen so ein Vorhaben nicht ungern, aber die Ansiedlung muss in das Einzelhandelskonzept passen und der Standort muss stimmen.“ Der Ortsbeiratsvorsitzende wird dem Handelsunternehmen jetzt einen Brief schicken.

Norma hat seine Standortwahl damit begründet, dass eine leistungsfähige Versorgung in Diedrichshagen mit seinen derzeit gut 2100 Einwohnern, Tendenz steigend, nicht gewährleistet sei. Zu bedenken sei auch, dass am Westrand von Warnemünde 168 Wohneinheiten hinzukommen. Der neue Markt könne Warnemünde vom Fahrzeugverkehr entlasten und zum anderen eine Einkaufsmöglichkeit für Pendler sein. Norma argumentiert weiter, dass etwa 6500 bis 7000 Autos durch Diedrichshagen rollen.

Helge Bothur (Die Linke) wies darauf hin, dass Norma sich offenbar bereits auf die Suche nach einem Grundstück begeben habe. Nach seinen Informationen gehe es um zwei Flächen, „aber beide Standorte sind nicht genehmigungsfähig“, sagte das Beiratsmitglied, weil sie offenbar im Bereich des Landschaftsschutzgebiets Diedrichshäger Land liegen. Das wiederum – so hatte es Prechtel ebenfalls betont – „unangetastet bleiben muss.“

Mathias Stagat meinte, „dass man der Untermaßigkeit in der Versorgung Rechnung tragen muss“, bezweifelte aber dennoch, „dass die Leute da auch einkaufen.“ In Diedrichshagen hatte sich bereits vor einiger Zeit ein Supermarkt nicht behaupten können.

Mathias Ehlers vom Umweltausschuss kann sich für einen Supermarkt keine andere Fläche als die Rohrmannsche Koppel vorstellen, „weil ja auch Parkplätze gebraucht werden.“

Wesentlich konkreter ist dagegen eine andere Baumaßnahme für einen sicheren Schulweg. Wenn die Sanierung der Heinrich-Heine-Schule beginnt und die Schüler eine Ersatzschule am Sportplatz bekommen, soll es einen Zebrastreifen auf der Parkstraße für die Schulkinder geben, die mit dem Bus kommen, teilte der Ortsbeiratsvorsitzende Alexander Prechtel mit.

Michael Schißler

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