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Rostock Nur Bargeld bitte
Mecklenburg Rostock Nur Bargeld bitte
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05:00 15.09.2018
Nur Bargeld: In vielen Geschäften in MV kann man nicht per Karte bezahlen. Quelle: Jens Büttner
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Rostock

Den Einkauf im Supermarkt per Smartphone bezahlen, den Cappuccino im Café oder die Bratwurst am Imbiss per Geldkarte: In vielen Ländern ist das Realität: In Skandinavien – etwa in Schweden und Island –, in Großbritannien oder China wächst das bargeldlose Zahlen rasant an.

In Deutschland dagegen liegt im Spruch „Nur Bares ist Wahres“ immer noch viel Wahrheit. In Mecklenburg-Vorpommern ist Zahlen per Karte oder Handy in vielen Cafés sowie Geschäften gar nicht oder erst ab einem bestimmten Wert möglich. Im Urlaubsland MV beschweren sich immer wieder Gäste über diese Service-Mängel. In vielen Kneipen auf Usedom, in großen Cafés in den Innenstädten von Rostock oder Greifswald können Kunden oft nur bar bezahlen. In einem Rostocker Tabakgeschäft zum Beispiel ist es mit Karte erst dann möglich, wenn für mehr als 20 Euro eingekauft wird, in einem Zinnowitzer Supermarkt ab 10 Euro.

MV laufe der internationalen Entwicklung hinterher, sagt Tobias Woitendorf, Vize-Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. „Was in anderen Ländern, auch um uns herum längst Standard ist, ist bei uns immer noch Ausnahme: bequeme, anwenderfreundliche Bezahlsysteme im öffentlichen Verkehrsraum, im Handel und im Tourismus“, kritisiert Woitendorf. Automaten und technische Systeme sollten das Leben erleichtern, leider bewirken sie das Gegenteil, wenn sie nur eingeschränkt nutzbar sind.

In MV biete der Großteil der Einzelhändler die Bezahlung mit EC- Karte an, sagt Kay-Uwe Teetz, Mitglied der Geschäftsführung des Handelsverbandes Nord. Da, wo es nicht geht, droht aber Frust. Denn viele Kunden wollen mit Karte oder App zahlen. Geht das dann nicht, müssen sie umständlich zur Bank und für die Abhebung sogar Gebühren zahlen, wenn es nicht ihr Stamminstitut ist. Eine rasche Umrüstung der vorhandenen Zahlungssysteme sei aber schwierig, sagt Teetz. Viele Händler hätten mit ihren Anbietern langfristige Verträge. Der Branchenverband Dehoga MV sieht derweil keine Probleme, erklärt Hauptgeschäftsführer Matthias Dettmann. „EC-Cash“ sei aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. „Mir ist kein Hotel bekannt, in dem man nur bar seine Übernachtung bezahlen kann“, sagt Dettmann. Auch in der Gastronomie sei ihm so etwas seit ewigen Zeiten nicht mehr untergekommen. Es möge aber Imbisse oder Eisdielen geben, in denen man die Bratwurst oder die Kugel Eis nur bar bezahlen kann.

In Deutschland fließt laut einer Studie nur etwa jeder zweite Euro an den Kassen der Geschäfte per Karte. Bis Ende 2018 sollen bundesweit alle Händler ihre Kassenterminals auf kontaktlose Kartenzahlungen umgerüstet haben.

Luczak Thomas

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