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OZ-Leser entdecken den Landkreis

Bad Doberan/Güstrow OZ-Leser entdecken den Landkreis

Die Tour führt nach Bad Doberan, Kühlungsborn, Bützow und Güstrow. Reisende freuen sich über das Angebot.

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Inge Ulsson (r.) und Herta Dupak freuen sich auf ihre „große Fahrt“ mit dem Molli.

Quelle: Fotos: Lennart Plottke, Ove Arscholl, Anja Levien

Bad Doberan. Eine Führung durch das Doberaner Münster, eine Fahrt mit dem Molli und die Besichtigung des krummen Hauses in Bützow: 42 OZ-Leser begaben sich gestern auf Entdeckungstour durch den Landkreis. Organisiert von der OSTSEE-ZEITUNG in Zusammenarbeit mit Rebus und der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli GmbH bildet die Reise den Auftakt, zu weiteren Touren, zu denen die OZ einlädt.

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Inge Ulsson (r.) und Herta Dupak freuen sich auf ihre „große Fahrt“ mit dem Molli.

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„Meine Frau hat mich eingeladen. Wir fahren sonst mit dem Auto. Ich genieße es, dass ich gefahren werde“, sagt Wichard Lau vor der Abfahrt in Rostock. „Wir fahren öfter mal durch den Landkreis“, sagt der 72 Jahre alte Biestower. „Mit wachsendem Alter sehe ich, wie schön unsere Umgebung ist.“ Die Stationen der OZ-Leserreise kennt er zwar alle, aber: „Mit dem Molli bin ich 50 Jahre nicht gefahren“, sagt er.

Gleich hinter Wichard Lau hat sich Else Matuschek hingesetzt. „Ich bin Witwe und freue mich, wenn ich unter Leute kommen“, begründet die 79 Jahre alte Evershägerin ihre Teilnahme. Petra Rudert hat vor allem die Vielfalt der Reise gereizt. „Es ist eine gute Gelegenheit, das Land kennenzulernen“, sagt die Diedrichshägerin.

Und genau darum geht es. „Der Kreis wächst zusammen“, sagt OZ-Chefredakteur Andreas Ebel bei der Begrüßung. „Rostock stößt an seine Grenzen, Wohnungen werden teurer, die Region boomt. Güstrow wird immer wichtiger.“

Dass sie Land und Leute kennenlernen, gefällt auch Christa und Hagen Gelbe-Haußen. „Ich mag die Gemeinschaft bei solchen Busreisen und man bekommt viele Orte zu sehen“, erläutert Christa Gelbe-Haußen. Das krumme Haus in Bützow kenne die 64-Jährige noch nicht. Bis sie die Station erreicht, geht es aber erst mal zum Münster in Bad Doberan. Dort werden die Leser durch den Dom geführt.

Anschließend wechseln sie vom Bus auf die Bäderbahn Molli.

Im extra reservierten Wagen hat es sich Detlef Knüppel zusammen mit seiner Schwiegermutter und zwei Freunden bequem gemacht. Am Montag ist der 64-Jährige erst aus dem Slowenien-Urlaub zurückgekommen.

„Nach tollen Tagen in fremder Umgebung ist diese Tour doch eine super Gelegenheit, auch unsere Region wieder ein Stück besser kennenzulernen“, sagt er. „Schön, dass wir ein paar der begehrten Karten ergattern konnten.“ Auch Herta Dupak ist begeistert. „Seit über 60 Jahren lese ich schon die OZ“, sagt die 81-Jährige. Zusammen mit Freundin Inge Ulsson (80) ist sie ins „große“ Bus- und Bäderbahn-Abenteuer gestartet. „Die Begrüßung, die Fahrt selbst, die Betreuung — diese Aktionen sind für uns Leser einfach toll“, findet die Rostockerin. Schnell noch einmal winken — dann dampft der Molli mit lautem Tuten und Zischen vom Doberaner Bahnhof Richtung Kühlungsborn ab.

Nach dem Besuch im „Krummen Haus“ in Bützow endet die Tour schließlich in Güstrow. Ein heftiger Regenguss erfrischt die Gäste, doch bei der Ankunft am Dom kommt die Sonne zum Vorschein. „Ich habe schon viel darüber gelesen, aber Barlachs ,Schwebenden' noch nie selbst gesehen“, sagt Else Matuschek aus Evershagen. „Der Altar ist eine Wucht“, fügt Charlotte Lenz (75) aus Reutershagen hinzu. Auch sie ist das erste Mal im Güstrower Dom. Petra und Holm Rudert sind noch immer beeindruckt vom „Krummen Haus“. „Ich hatte Bützow immer nur mit dem Knast assoziiert“, sagt er. Jetzt weiß er, das Städtchen ist eine Reise wert. Vor der Kulisse des Güstrower Schlosses endet die Tour durch den neuen Landkreis.

Schloss Güstrow
Das Schloss Güstrow ist eines der bedeutendsten Renaissance-Schlösser in Nordeuropa. Herzog Ulrich zu Mecklenburg ließ es 1558 errichten. Die Stuckdecken aus der Erbauungszeit sind noch erhalten. Von 1628 bis 1631 war das Schloss die Residenz von Albrecht von Wallenstein. Die heutige geometrische Gartenanlage spiegelt die Gestaltungsideen seines Hofarchitekten Giovanni Pieroni wider. In den Gewölben im Untergeschoss befindet sich eine der bedeutendsten musealen Mittelaltersammlungen Norddeutschlands.

 

 

Anja Levien, Lennart Plottke und Ove Arscholl

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