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Ohne Schleuse wird Mühlendamm-Brücke überflüssig

Stadtmitte Ohne Schleuse wird Mühlendamm-Brücke überflüssig

Für Wassersportler, Freizeitskipper und Angler gibt es vielleicht bald keine Verbindung mehr zwischen Ober- und Unterwarnow. Auch über dieses Szenario hat gestern Hans-Heinrich Witte als Leiter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord aus Kiel mit der Stadt Rostock und Vertretern des Landes gesprochen.

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Die Zukunft der Schleuse am Mühlendamm soll bis Mai geklärt werden.

Quelle: Hartmut Klonowski

Stadtmitte. Der Bund möchte die Wasserstraße — und damit auch die Schleuse am Mühlendamm — loswerden.

Bis Mai solle es einen Vorschlag zur Zukunft der Schleuse und somit auch zu dem von Rostock geplanten Brückenbau geben. Darauf hätten sich alle geeinigt, teilte WSD-Sprecherin Claudia Thoma gestern nach der Runde im Rathaus mit. Es seien Arbeitsaufträge vergeben und Prüfungen zur Verkehrssituation und zur Nutzung der Schleuse vereinbart worden, ergänzt Stadtsprecher Ulrich Kunze.

Die Hängepartie bekommen nicht nur die Nutzer der seit Ende 2011 gesperrten Schleuse, sondern vor allem die Autofahrer am Mühlendamm zu spüren, denn ursprünglich sollte die neue Brücke längst gebaut sein. Die Stadt Rostock hat Interesse an einer schnellen Entscheidung. Für die Nutzung der Behelfsbrücke müssen monatlich 4000 Euro gezahlt werden. Und es muss entschieden werden, wie die Warnow künftig überquert werden soll. Wird die mehr als 120 Jahre alte Schleuse geschlossen, bedarf es keiner Brücke mehr. Die Kosten dafür hatte Tiefbauamtsleiter Heiko Tiburtius in den vergangenen Monaten mit vier bis fünf Millionen Euro beziffert. Nur einen Damm über das dann geschlossene Schleusenbecken zu bauen, käme die Stadt wohl günstiger.

Weil die Oberwarnow die Bedeutung für den Schiffsverkehr verloren hat, ist sie für die WSD de facto keine Bundeswasserstraße mehr und die Schleuse überflüssig. Für Rostock sei eine Übernahme nicht bezahlbar, heißt es aus dem Rathaus. Etwa zwei Millionen Euro könnte der Betrieb jährlich kosten. Auch das Land hält sich zurück. „Bislang gibt es keine offizielle Darstellung des Bundes gegenüber der Landesregierung zum Sachverhalt“, teilt Steffen Wehner, Sprecher des Infrastrukturministeriums, mit.

Thomas Niebuhr

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