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Rostock „Orient-Express“ bei Schau mit Pariser Schick und Bauchtanz
Mecklenburg Rostock „Orient-Express“ bei Schau mit Pariser Schick und Bauchtanz
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00:00 25.03.2014

An der Brünetten zupft er den seidigen bedruckten Anzug zurecht, an der Blonden das Kleid in der aktuell angesagten Schwarz-Weiß-Kombi. Es soll alles sitzen, wenn auch erst mal nur an den Puppen. Maßschneider Andreas Kiefer präsentiert sein Können bei der 6. Modenschau „Art en Vogue“ am 29. März in der Rostocker Kunsthalle. Er ist Ersttäter bei der „Kunst-trifft-Mode-Veranstaltung“. Intensiv ist er deshalb mit den Vorbereitungen beschäftigt. Denn für das diesjährige Motto „Orient-Express“ zaubert er mit Nadel, Faden, Stoffen und mit kreativem Blick eine Kreation mit Pariser Schick.

Die französische Hauptstadt wird als Startpunkt des berühmten Zuges eine wichtige Rolle bei der Show spielen. „Die Mode wird für den Bereich also etwas feiner sein, etwas mondäner“, sagt Kiefer über seine Arbeit. Er wolle unter anderem Stretchsatin verwenden und neben gediegenen auch intensivere Farben und grafische Muster. Daneben wird der 51-Jährige den Herrensektor bedienen. Vor allem Teile aus dem feinen, britischen Stoff Tweed — für dessen Gebrauch bei Kleidung er berühmt ist — sollen auf dem „Art-en-Vogue“-Laufsteg vorkommen. Er sei schon sehr gespannt, wie der erdige Landhausstil Britanniens und sein Hauch französischer Haute Couture beim Publikum ankommen werden.

Auf die Reaktionen der Zuschauer freut sich auch Veranstalterin Stefanie Ehrich, die sich für ihre Modenschau erstmals die Kunsthalle ausgesucht hat. „Wir wollten Veränderung, es sollte alles etwas kleiner werden. Und das Ambiente dort passt sehr gut zu uns“, sagt die 34-Jährige, die mit ihrem Friseurteam wie jedes Jahr wieder extravagante Haarkreationen zaubern wird. So kurz vor dem Abend reiht sich bei ihr und dem Organisations-Duo der „Eventagentur blonde“ ein Termin an den nächsten.

Die Schönheiten von Models del Mar laufen im Erdgeschoss — umgeben von den ausgestellten Bildern des spanischen Modefotografen Eugenio Recuenco. Die Stationen des Orient-Zuges, also Paris, Straßburg, Mailand, Wien, Budapest, Belgrad, Sofia und schließlich Konstantinopel (heute Istanbul), werden allesamt einbezogen. Klamottentechnisch, beim Make-up und den Frisuren.

Im weitesten Sinne bei den Häppchen, die dieses Jahr inklusive sind. Und bei den kulturellen Einlagen. „Wir haben Tribal Dances der Rostocker Künstlerin Pinu'u dabei“, sagt Ehrich. Und die Bauchtanzgruppe von Marlis Stiene. „Aber richtig traditionell dargebotener Bauchtanz“, betont die 34-Jährige.

Und wenn schon so viel Neues bei der 6. „Art en Vogue“, dann richtig: Die Rostocker Goldschmiedin Romy Niekammer ist mit ihren handgefertigten Kreationen auch das erste Mal an Bord. Was sie zeigen wird? „Gold, Silber, Edelsteine, Perlen“, sagt die 35-Jährige. Und wie? An lebendigen Modellen. Und mit einem Augenzwinkern verrät Niekammer noch: „Bei denen werden definitiv keine Klamotten von Ketten, Ohrringen, Armbändern und Co. ablenken.“ Wie die studierte Schmuckdesignerin das genau meint, können die Gäste am 29. März in der Kunsthalle herausfinden.

Karten „Art en Vogue“, 29. März, 20 Uhr, Kunsthalle (42 Euro): OZ-Servicecenter, Richard-Wagner-Str. 1a, unter shop.ostsee-zeitung.de und ☎ 0 38 1/38 303

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Drei Modegeschäfte zeigen aktuelle Kollektion
Neue Gesichter und Bekannte treffen Zuschauer bei der 6. „Art en Vogue“, der Modenschau, die nicht nur durch das Motto „Orient-Express“ im neuen Gewand ist, sondern auch mit neuem, Ort — der Kunsthalle — am 29. März auftrumpft. Neben Goldschmiedin Romy Niekammer und Maßschneider Andreas Kiefer ist Optiker Werner aus Rostock dabei. Die Modegeschäfte „Boutique Ipunkt“, „Compromis“ und „Apanage“ zeigen eine aktuelle Kollektion für Frühjahr und Sommer aus ihren Verkaufsräumen. Friseurmeisterin und Gastgeberin Stefanie Ehrich kreiert mit ihrem Team traumhafte Frisuren. Alle Zuschauer werden einen Sitzplatz haben (Kapazität begrenzt) sowie ein Begrüßungsgetränk und Häppchen bekommen — und natürlich den Ausblick auf die Trendteile für die warmen Monate.
Die Mode wird für den Bereich also etwas feiner sein, etwas mondäner.“Maßschneider Andreas Kiefer über seine Arbeit



Claudia Tupeit

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