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Rostock Ortsbeirat: Trasse zum Gewerbegebiet nicht verbauen
Mecklenburg Rostock Ortsbeirat: Trasse zum Gewerbegebiet nicht verbauen
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00:00 12.09.2018
Das Nordkreuz am Ortseingang von Warnemünde ist die Hauptzufahrt zu den Unternehmen. Quelle: Fotos: Manfred Sander, Ove Arscholl
Warnemünde

Die Bürgerschaft hat die Diskussion über eine mögliche zusätzliche Abfahrt von der Stadtautobahn nach Groß Klein vertagt. Der Ortsbeirat Warnemünde sei örtlich bei diesem Thema nicht zuständig, erklärt der Vorsitzende Alexander Prechtel (CDU). Er verfolgt die Diskussion aber mit Interesse und großer Sorge – um den Industriestandort Warnemünde.

Alexander Prechtel: Positive Entwicklung der Unternehmen nicht gefährden

Alexander Prechtel fürchtet, dass die positive Entwicklung der Werften und des Motorenherstellers Caterpillars beziehungsweise des alten Werftbeckens ausgebremst werde. Zumal es im maritimen Gewerbegebiet Groß Klein noch freie Flächen für Erweiterungen beziehungsweise Neuansiedlungen gibt. Das Nordkreuz am Warnemünder Ortseingang reiche möglicherweise als leistungsfähige Zufahrt zu den Unternehmen dann nicht mehr aus. Die Stadtverwaltung widerspricht aber Prechtels Aussage, dass Schwerlasttransporte ab einer bestimmten Größe die Brücke gar nicht nutzen können, weil die Kurve zu eng ist. „Das stimmt so nicht“, heißt es aus dem zuständigen Amt.

Dennoch sorgt sich Alexander Prechtel. „Wir dürfen nichts tun, das den Industriestandort Warnemünde gefährdet“, sagt er. Er sieht Handlungsbedarf. Ob das Problem durch einen Umbau der Brücke oder eine zusätzlich Zufahrt über über die Stadtautobahn gelöst werde, sei zu prüfen. Vor allem der erwartete zusätzliche Verkehr mit der Entwicklung der Werften und des alten Werftbeckens hatten die beide Ortsbeiräte Dieter Neßelmann (CDU) und Helge Bothur (Linke) veranlasst, die Diskussion in Gang zu setzen. Die Stadtverwaltung verweist jedoch auf bestehende Beschlüsse der Bürgerschaft, wonach die Flächen für eine Wohnbebauung vorgesehen sind. SPD und Grüne haben bereits erklärt, dass es auf jeden Fall bei den Plänen für die Wohnbebauung bleiben soll.

Das stellt Alexander Prechtel in Frage. „Wir müssen bei mittel- und langfristigen Planungen darauf achten, die Wirtschaft nicht zu behindern.“ Er fragt, ob die Wohnbebauung angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung nicht noch einmal überprüft werden könne. Er kann ja die Groß Kleiner verstehen, dass sie keine großen Transporte durch das Wohngebiet wollen. Jahrzehntelang war aber die Trasse für die Belieferung der Werft freigehalten. In der ursprünglichen Version des Mobilitätsplans Zukunft (Mopz) gab es sie auch noch, wurde erst kurz vor dem Beschluss im Vorjahr gestrichen.

Mit dem grundsätzlichen Verkehrsproblem im Ostseebad habe die diskutierte Abfahrt von der Stadtautobahn nach Groß Klein aber nichts zu tun, sagt Alexander Prechtel. Aus Warnemünder Sicht ist die geplante Verbindung von Elmenhorst nach Lichtenhagen die wichtigere, wenn jedoch auch nicht entscheidend. Das größte Ziel, so der Ortsbeiratsvorsitzende, ist es, ausreichend Parkmöglichkeiten am Ortseingang und ein vernünftiges Shuttle-Angebot zu schaffen, um Autos aus dem Ortskern rauszubekommen.

Thomas Niebuhr

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