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Peinliche Posse für eine Fairtrade-Stadt

Peinliche Posse für eine Fairtrade-Stadt

Zum OZ-Artikel „Greifi bleibt unter Verschluss“ vom 23. Januar: Mit Verlaub, aber es ist einfach nur peinlich: Die Posse um Rostocks illegalen Greifi.

Zum OZ-Artikel „Greifi bleibt unter Verschluss“ vom 23. Januar: Mit Verlaub, aber es ist einfach nur peinlich: Die Posse um Rostocks illegalen Greifi. Als Europaabgeordneter und Mitglied des Verbraucherausschusses beschäftige ich mich immer wieder mit den gesetzlichen Grundlagen der CE-Zertifizierung – und muss sagen: Es gibt wahrlich kompliziertere EU-Vorgaben! Im Grunde reicht es sogar, wenn das die Ware importierende Unternehmen das im Internet verfügbare Konformitätsformular selbst ausfüllt und entsprechend der EU-Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG bereithält.

Sonderbar, dass bei einem 5-EuroPlüschtier nicht funktioniert, was jeder Ein-Euro-Shop bei Billigstware auf die Reihe bekommt. Noch viel enttäuschender aber finde ich einen anderen Aspekt: Rostock ist nicht nur altehrwürdige Hansestadt und damit dem Prinzip des Ehrbaren Kaufmanns eng verbunden. Nein, wir sind seit 2012 offizielle „fairtrade Stadt“, waren 2013 bis 2015 sogar „Hauptstadt des Fairen Handels“ – und bestellen trotzdem unsere Greifis für einen dennoch verhältnismäßig hohen Preis ohne jegliche Sicherheitsnachweise irgendwo im fernen China. Offen gesprochen: Von einer fairtrade Stadt hätte ich mir wahrlich mehr kaufmännisches Feingefühl erwartet. Wäre schön gewesen, neben dem CE-Zertifikat noch ein Siegel für faire, sozial verträgliche Produktion aufweisen zu können. Oder, noch besser: Das Siegel „Made in EU“. Ich würde sagen: Da hat sich jemand für Greifi wirklich schwer vergriffen. Schade drum.

Arne Gericke, Europaabgeordneter

OZ

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