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Pilotprojekt im Ostseeraum: Kleine Kreuzfahrer – große Idee

Rostock Pilotprojekt im Ostseeraum: Kleine Kreuzfahrer – große Idee

Die „Horyzont II“ prüft touristisches Angebot für kleine Kreuzfahrschiffe. Die Versandung der Warnow schränkt Pläne ein.

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Das polnische Forschungsschiff „Horyzont II“ der Gdynia Maritime University (Seefahrt-Akademie Gdynia) hat am Freitag Warnemünde angesteuert. Das rund 56 Meter lange Schiff soll ein kleines Kreuzfahrtschiff simulieren.

Quelle: Johanna Hegermann

Rostock. Zwei große Kreuzfahrtschiffe haben gestern wieder in Warnemünde die Blicke der Urlauber und Einheimischen angezogen. Doch zukünftig könnten auch kleinere Kreuzfahrer Rostock ansteuern. Denn die europäische Union fördert das derzeitige Pilotprojekt „Pilot Tour“.

Dafür hat das polnische Forschungsschiff „Horyzont II“ der Gdynia Maritime University (Seefahrt-Akademie Gdynia) gestern das Seebad angesteuert. Das rund 56 Meter lange Schiff soll ein kleines Kreuzfahrtschiff simulieren. Mit der Crew wird getestet, ob sich ein Angebot aus dieser Idee entwickeln lässt. „Wir wollen herausfinden, worauf landseitig und seeseitig bei den Kreuzfahrten zu achten ist und wollen maßgeschneiderte touristische Exkursionen entwickeln“, sagt die Projektkoordinatorin Constanze Benzel. Auf dem zweiwöchigen Törn quer durch die Ostsee geht es unter anderem nach Wismar, Sassnitz, Stralsund, Szczecin, Karlskrona und Kalmar.

Betreut wird der Aufenthalt in Rostock von Robert Uhde von der Rostocker Sphinx ET Agentur. Er hat sich einiges für den Aufenthalt in Rostock ausgedacht. Los geht es mit einer Tour durch Warnemünde. Mit einem Fischkutter wird die Crew dann in die Innenstadt gebracht. Hier erwartet sie eine Führung durch die östliche Altstadt und ein gemeinsames Essen. Heute geht es für die rund 30 Tester zu verschiedenen Herrenhäusern vor die Tore der Stadt.

Später sollen einmal Schiffe mit bis zu 500 Passagieren auf ihrer Tour durch den Ostseeraum Rostock ansteuern. „Das Klientel für solche kleinen Kreuzfahrten ist da“, sagt Uhde. Diese würden sich für mehr Geld ein individuelleres Angebot wünschen.

Doch eigentlich sollte das Projekt kleinere Kreuzfahrtschiffe möglichst nah an die Städte heranbringen. „Es ist ein Drama, dass das Schiff in Warnemünde anlegen muss“, sagt Uhde deutlich. Denn mit einem Tiefgang von mehr als fünf Metern kann es derzeit den versandeten Stadthafen und den eigentlichen Liegeplatz an der Haedgehalbinsel nicht ansteuern.

Bevor das möglich ist, muss die Warnow ausgebaggert werden. Momentan verhandelt die Stadt darüber mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund. Für die Probefahrt kommt das zu spät. „Es ist ein Dilemma, Rostock kann man nicht so richtig testen“, sagt Constanze Benzel. „Der Weg in den Stadthafen ist länger und schwieriger, aber möglich“, ergänzt Robert Temme vom Unternehmen Satori & Berger, der ebenfalls als Experte an der Tour teilnimmt. Schließlich wolle man mit dem Projekt auch erreichen, dass der Stadthafen stärker belebt wird.

Bis zur Umsetzung ist noch einiges zu tun. „Wir sind noch ziemlich am Anfang“, sagt Constanze Benzel. Aber die Teilnehmer sind optimistisch. „Ich denke, dass die Neugierde geweckt wurde. Grundlegend halte ich es für realistisch, dass diese Idee umgesetzt wird“, sagt Robert Uhde.

Johanna Hegermann

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