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Rostock Pinguine zeigen sich erstmals
Mecklenburg Rostock Pinguine zeigen sich erstmals
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00:00 08.09.2018
21 Humboldt-Pinguine sind die ersten Bewohner des neuen Polariums. Pflegerin Anna Krasselt lockt mit Futter. FOTOS (2): OVE ARSCHOLL
Barnstorfer Wald

Bisher durften die vor einigen Tagen in Rostock anreisten Pinguine den Stall nicht verlassen. Gestern ging es zum ersten Mal nach draußen auf die neue Anlage. Am 21. September eröffnet der Zoo das Polarium für die Pinguine, Eisbären und andere Bewohner offiziell, einen Tag später für die Besucher. Die Pinguine waren noch ein wenig scheu beim ersten Ausflug an die Rostocker Luft.

Rückkehrer und Neulinge in Rostock / Nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung des Polariums

Nur einer nicht: Es war ein noch junger Vogel, der sich von der abwartenden Gruppe absetzte, um auf eigene Faust seinen neuen Lebenraum zu erkunden. Und weil der kleine Entdecker noch namenlos war, taufte ihn die Pflegerin spontan auf den Namen „Kolumbus“.

Sie sind die ersten Bewohner des Polariums, die 21 Humboldtpinguine aus Wien und Berlin. Am 31. August sind die zehn Tiere aus dem Zoo Berlin und elf aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien in Rostock angekommen. Aber nicht alle sind Neulinge in der Hansestadt, einige lebten auch schon auf der alten, inzwischen abgerissenen Anlage im Zoo.

Aber selbst so prominente Rückkehrer wie „Pünktchen“ und „Fridolin“ erkannten ihre alte Heimat offensichtlich nicht wieder. „Wir sind überglücklich, die ersten Tiere im Polarium begrüßen zu dürfen", freute sich Kuratorin Antje Zimmermann. Tierpflegerin Anna Krasselt gelang es, mit einer Portion leckeren Fisches die noch sehr scheuen Neuankömmlinge vorsichtig auf ihre neugestaltete Außenanlage zu locken. Die junge Tierpflegerin gehört zum künftigen siebenköpfigen Polarium-Team. Ein wenig später fanden die Frackträger auch ihr neues Wasserreich und nahmen es sofort in Beschlag.

Die ersten Tiere im Polarium sind aber auch ein Zeichen dafür, dass es bis zur Eröffnung für das Publikum am 22. September nicht mehr weit ist. „Der Zeitplan wird eingehalten“", versicherte Projektleiter Robert Maaß auf der Baustelle.

Gespannt sind im Rostocker Zoo natürlich alle auf die größten Bewohner des Polariums, die Eisbären, deren Ankunft in Kürze erwartet wird. „Akiak“ reist in wenigen Tagen aus dem Zoo Rhenen in den Niederlanden an. Der Enkel der legendären Rostocker Eisbären „Churchill“ und „Vienna“ wird im November vier Jahre alt. „Noria“, aus dem Zoo Brno in Tschechien feiert im November den dritten Geburtstag dann auch in Rostock. „Über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm bemühen wir uns derzeit noch um ein drittes Tier; die Chancen stehen sehr gut", heißt es aus dem Zoo.

Offizielle Eröffnung am 21. September

Das Polarium wird am Freitag, 21. September, eröffnet. Zu den Pinguinen gesellen sich bis dahin Eisbären. In den „Meereswelten“ können nach der Eröffnung sieben neue Quallen-Arten bewundert werden. Die Quallen wurden im Zoo gezüchtet, wobei aber einige seltene Polypen aus japanischen Zoos stammen. Im Polarium wird es darüber hinaus ein großes Indopazifik-Becken mit Drücker- und Feuerfischen geben. Ein Aquarium mit einem Kraken sowie ein Nordost-Pazifik-Becken mit Anemonen, Seesternen, Hornhaien und weiteren Fischen werden präsentiert. Ein „Jellyfish-Planet" und zwei zylinderförmige Aquarien vervollständigen das Bild.

Thomas Niebuhr

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