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Rostock Piranhas spielen weiter im Norden
Mecklenburg Rostock Piranhas spielen weiter im Norden
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00:00 15.03.2013

EishockeyBittere Pille für den Rostocker EC (REC): Der erhoffte Wechsel in die Oberliga Süd ist gescheitert! Auf der Tagung des sogenannten Nordverbunds — einer Organisation der Eishockey-Landesverbände der Oberliga Nord — gemeinsam mit Vertretern der Vereine der Ober- und Regionalliga Nord sowie des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Hannover entschied die deutliche Mehrheit: Die Nord-Staffel bleibt bestehen — mit dem Rostocker EC. Neu ist lediglich, dass die Oberligen ab der kommenden Saison unter dem Dach des DEB laufen werden. Vorher war der Landeseissportverband (LEV) Niedersachsen für die Nord-Staffel zuständig.

„Das müssen wir so hinnehmen“, sagt REC-Pressesprecher Torsten Asmuß enttäuscht. Die Rostocker hatten einen Wechsel in die sportlich attraktivere Ost-Staffel angestrebt. „Wir haben zu wenig Spannung und keinen sportlichen Anreiz im Norden“, betonte REC-Präsident Peter Dickmanns schon Anfang Januar und erklärte seine Bereitschaft, höhere Reisekosten in Kauf zu nehmen. „Wir wollen den Zuschauern guten Sport bieten“, so Dickmanns damals. Gestern war der REC-Präsident nicht zu erreichen.

Noch unklar ist die Zahl der zukünftigen Nord-Vereine. „Derzeit ist wie im abgelaufenen Spieljahr von sieben Teams auszugehen“, sagt Asmuß. Ob sich diese Zahl noch erhöhen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So ist die Zukunft des bisherigen Zweitligisten Hannover Indians unklar. Die Niedersachsen mussten einen Insolvenz-Antrag stellen. Eine Aufstockung der Oberliga durch Regionalliga-Vereine ist unwahrscheinlich. Lediglich die Harzer Falken Braunlage — aktueller Aufsteiger in die Regionalliga — haben Interesse signalisiert. „Die anderen Vereine haben sich aus finanziellen Gründen von der Oberliga Nord distanziert“, betont Torsten Asmuß.

„Ausschlaggebend für die Entscheidung der Oberligisten für die Nord-Staffel waren Zusagen der DEB-Vertreter, wonach der DEB bereit ist, den Mitgliedern hinsichtlich der Organisation und Finanzen entgegenzukommen“, erklärte Hans Ellfrodt, Präsident des LEV Niedersachsen auf der Internetseite seines Verbandes. Man habe allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass bei der Mitgliedschaft im DEB mit höheren Gebühren gerechnet werden muss, heißt es in Ellfrodts Mitteilung weiter. Für den REC kein Problem, musste man doch ohnehin doppelt Gebühren zahlen, an den LEV Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das Abschiedsspiel von Karol Bartanus auf Hochtouren. Der Publikumsliebling beendet am 7. April seine achtjährige Zeit beim REC. Dann werden zwei von Bartanus zusammengestellte Mannschaften aufeinander treffen.

Tommy Bastian

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