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„Kämpfernatur“: Melzer verabschiedet sich nach Hamburg

Stadtmitte „Kämpfernatur“: Melzer verabschiedet sich nach Hamburg

Die vielleicht letzte Kultursenatorin der Hansestadt, Liane Melzer (SPD), hat sich gestern im Garten des Klosters zum Heiligen Kreuz von den Rostockern verabschiedet.

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Traurig über den Abschied: Manja Lange (r.) vom „Jeki“-Projekt dankte Liane Melzer (SPD).

Stadtmitte. Die vielleicht letzte Kultursenatorin der Hansestadt, Liane Melzer (SPD), hat sich gestern im Garten des Klosters zum Heiligen Kreuz von den Rostockern verabschiedet. Sie wird Bezirksamtsleiterin im Hamburger Stadtteil Altona.

Fast ausnahmslos alle, die in Politik und Kultur in Rostock wichtig sind, schauten vorbei, um sich gebührend von der Juristin zu verabschieden. „Ich bin überwältigt, dass so viele gekommen sind“, sagte sie gerührt. „Das sagt etwas über Ihre Amtszeit aus“, erklärte Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens und lobte den „pragmatischen und unaufgeregten Stil“ der „Kämpfernatur“. Senatorenkollege Holger Matthäus (Grüne) dankte Melzer für ihre Arbeit in Rostock. „Wir sind richtig gute Freunde geworden. Ich werde Ihren herzlichen und ehrlichen Ratschlag vermissen“, sagte er und wünschte ihr alles Gute für die neuen Aufgaben in Hamburg.

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Reden über Kultur: Klaus Blaudzun (IFNM, l.) und Theaterintendant Peter Leonard. Fotos (2): Karsten Wilke

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„Immer, wenn es dort brennt, kann sie sich an mich wenden. Ich kann ihr dann eine Feuerwehr besorgen“, scherzte er in Anspielung auf den derzeitigen Feuerwehrstreit. Gar zur „Ehrenstudentin“ will sie Uni-Rektor Wolfgang Schareck machen. Ihre strahlende, jugendliche Energie, die sich stets in ihrem Satz „Das ist doch Klasse“ ausgedrückt habe, werde ihm fehlen. Selbst Melzers Kritiker gaben sich versöhnlich. So dankte Klaus Blaudzun, Geschäftsführer des Instituts für neue Medien in Rostock, Melzer für ihre „Streitbarkeit“. „Man merkt oft erst, was fehlt, wenn es nicht mehr da ist“, sagte er.

Melzer selbst verlässt Rostock mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“. „Besonders die Menschen in Rostock werden mir fehlen“, sagte sie.

 

Karsten Wilke

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