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Rostock Klares Nein zu Solaranlagen am Bahnhof
Mecklenburg Rostock Klares Nein zu Solaranlagen am Bahnhof
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07:48 31.08.2013
Ein Investor möchte die Fläche hinter dem Bahnhofsgelände für eine Photovoltaikanlage nutzen. Quelle: Mathias Otto
Güstrow

Ein Solarpark hinter dem Güstrower Bahnhof entlang der Bahnschienen nach Rostock — diese Vorstellung hegt ein Investor und stößt damit auf heftige Kritik. Entschieden wird über den Bebauungsplan erst am 12. September auf der nächsten Stadtvertretersitzung, heftig diskutiert wurde bereits in zwei Ausschüssen. Bei den Vertretern hält sich die Freude über das Errichten von Solarmodulen in der Stadt in Grenzen. „Ich möchte mich an diesen Anblick lieber nicht gewöhnen, wenn ich mit dem Zug nach Rostock fahre“, sagte Torsten Renz (CDU) im Hauptausschuss.

Das Areal, von dem die Rede ist, erstreckt sich vom Busbahnhof (ZOB) bis hinter den Abzweig Bützower Straße entlang der Speicherstraße — eine Fläche von 1,75 Hektar. Da laut Bahn das Gebiet nicht betriebsnotwendig ist, wurde es vermarktet. Nachdem ein Investor die Fläche erworben hat, möchte er dort eine freistehende Photovoltaikanlage errichten. Weiteres Planungsziel für den Bebauungsplan:

die Erhaltung und Wiedernutzung des vorhandenen Gebäudes hinter dem Bahnhofsgelände.

Renz‘ Ansicht teilt Sascha Zimmermann (FDP). „Bevor wir Vorhaben wie diese beschließen, wäre ein Bericht von den Stadtwerken sinnvoll. Wir wissen nicht, wie viel Elektrizität in die Stromnetze eingespeist werden kann — und wie viel das Netz überhaupt verkraftet. Ohne weitere Informationen werde ich nicht zustimmen“, sagte Zimmermann. Burkhard Bauer (Die Linke) kann sich Photovoltaikanlagen in der Stadt nicht vorstellen, „vor allem nicht an dieser Stelle“. Eher sieht er die Möglichkeit, den Bereich für Parkplätze zu nutzen. Der Investor möge sich deshalb einen anderen Ort für seine Anlagen suchen.

Einzig Hartmut Reimann (SPD) gefällt die Idee von Solarenergie im Bahnhofsbereich: „Ich sehe oft verpachtete Ackerflächen, auf denen eher Getreide oder Gemüse wachsen sollte. Auf dem alten Industriegebiet hingegen stören sie nicht, das macht mehr Sinn.“ Seine Argumente konnten die anderen Ausschussmitglieder nicht mehr umstimmen. Mit sechs Nein-Stimmen, einmal Ja und einer Enthaltung wurde das Vorhaben nicht empfohlen.

GÜSTROW
Ab Montag Staugefahr an der B103: Sankt-Jürgens-Weg wird gesperrt
Staugefahr in Güstrow: Im Zuge der Bauarbeiten an der B 103 — Rostocker Chaussee — wird es ab Montag zur Vollsperrung des Sankt-Jürgens-Wegs kommen. Die Ein- und Ausfahrt von und zur Bundesstraße 103 sei nicht mehr möglich, informiert die Verkehrsbehörde. Der Friedhof ist über die Landesstraße 14 — Schwaaner Chaussee — für alle, die ihr Auto nutzen, weiter erreichbar. Im kompletten Anbindungsbereich des Sankt-Jürgens-Wegs werden die Medien (Schmutz- Regenwasser, Trinkwasser und andere Versorgungsleitungen) erneuert. Ebenso wird der Straßenanschluss grundhaft ausgebaut. Die Sperrung wird voraussichtlich sechs Wochen andauern. Bei dieser Maßnahme handele es sich nicht um eine zusätzliche Sperrung, sie sei im Zuge des B

103-Ausbaus geplant gewesen, heißt es.

Mathias Otto

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