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Rostock Methlings Ziel für die Kreistagswahl: 20 Prozent plus X
Mecklenburg Rostock Methlings Ziel für die Kreistagswahl: 20 Prozent plus X
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00:00 26.03.2014
Spitzenkandidat der Linken: Wolfgang Methling. Quelle: Cornelius Kettler

Die Linke geht mit ambitionierten Zielen in die Kreistagswahl 2014. Am 25. Mai will die Partei „20 Prozent plus X“ erreichen, sagt Spitzenkandidat Wolfgang Methling. Im Jahr 2011 kamen die Linken auf 19,5 Prozent — das macht bisher 13 der 69 Sitze im Kreistag.

Unterstützt wird der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns vor allem durch zwei Frauen: Birgit Schwebs für den Altkreis Bad Doberan und Karin Schmidt für Güstrow.

Insgesamt schickt die Linke 30 Kandidaten ins Rennen.

Schwerpunkt im Wahlprogramm sei die Bildungspolitik. Im Fokus stehen Kindertagesstätten. „Diese müssen finanziell besser ausgestattet werden. Da fordern wir mehr Geld vom Land für den Kreis. Und hier müssen Fachkräfte beschäftigt werden — keine Angelernten, auch wenn sie guten Willen haben“, erklärt der 66-Jährige. Zudem solle das Angebot an Ganztagsschulen ausgebaut werden. „In der Sozialpolitik muss zumindest das erhalten bleiben, was da ist“, sagt Methling und nennt konkrete Beispiele wie Beratungsstellen und Selbsthilfeeinrichtungen.

Der Professor für Tiergesundheitslehre weiß auch, „dass die Kreisstraßen eines der größten Probleme sind“. Großer Spielraum für Investition bliebe dem Landkreis aber nicht, meint Methling — denn das Geld ist knapp. „Wir wollen dennoch die Kreisumlage, die die Gemeinden zahlen müssen, nicht erhöhen. Das ist klarer Konsens.“

Einstimmigkeit herrsche zudem in der Forderung, das Kulturerbe des Landkreises zu bewahren. Dies betreffe unter anderem das Barlach-Theater in Güstrow, das Landschulmuseum in Göldenitz oder das Thünen-Museum in Tellow.

Kritisch äußert sich der Politiker zu den bestehenden Verträgen bezüglich des Flughafens Rostock-Laage. „Das ist eine Riesenlast“, sagte Methling. Nach seinen Worten würden allein 600 000 Euro der insgesamt drei Millionen Euro für freiwillige Leistungen des Landkreises in den Flughafen nach Laage fließen. „Ich halte sämtliche Regionalflughäfen für fragwürdig — wenn das Land so etwas haben will, soll es auch dafür allein bezahlen. Nun gibt es jedoch die Verpflichtung, dass der Landkreis zahlen muss. Zu der stehen die Linken.“ Karsten Lehmann



OZ

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