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Stadt will Syrern mehr Obdach geben

Stadtmitte Stadt will Syrern mehr Obdach geben

Oberbürgermeister Roland Methling lässt 50 Wohnungen anmieten.

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Steffen Vogt

Stadtmitte. Die Hansestadt stellt sich auf weitere Flüchtlinge aus dem Krisengebiet Syrien ein. 50 voll möblierte Wohnungen sollen in Kooperation mit dem Wohnungsbauunternehmen Wiro angemietet werden. Das teilte Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) in seiner Neujahrsansprache mit.

Das von der Stadt und unter anderem von Migrationsverbänden vereinbarte Integrationskonzept sehe eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen vor, sagte Rathaussprecher Ulrich Kunze. „Wir wollen die Menschen in die Stadtteile integrieren.“

Die finanzielle Frage stehe dabei nicht im Vordergrund. Zunächst werde die Stadt die Mietkosten übernehmen und dann schauen, wie diese langfristig eingeholt werden können, so Kunze. Unklar sei noch, welche Familien von der dezentralen Unterbringung profitieren. „Ob es sich um Flüchtlinge handelt, die erst noch ankommen oder ob Familien aus den belegten Asylbewerberheimen einziehen werden, steht noch nicht fest.“ Ebenso wenig, wo sich diese Wohnungen befinden werden. Kunze: „Zurzeit fragen wir bei der Wiro und anderen Wohnungsunternehmen an.“ 399 Flüchtlinge sind aktuell in der Stadt untergebracht. Rund 300 Menschen hätten in der Satower Straße ein neues Zuhause gefunden, diese Zahl ändere sich aber fast täglich. Sie leben in Wohneinheiten, die Platz für drei Personen bieten. Der Leiter des Flüchtlingsheimes in der Satower Straße, Steffen Vogt, hat aber kaum noch Kapazitäten: „Wir sind so gut wie voll.“

Eine dezentrale Unterbringung der zum Teil durch den Krieg traumatisierten Flüchtlinge sei nur sinnvoll, wenn diese betreut werden, sagt er. „Es macht keinen Sinn, wenn sie in den Wohnungen alleingelassen werden.“Auch wenn diese Deutschkenntnisse hätten, benötigen sie in medizinischer Hinsicht und auch was die Qualifikation beispielsweise für den Arbeitsmarkt betrifft, Hilfe.

Die Wiro unterstütze das Anliegen des Oberbürgermeisters, teilte Unternehmenssprecher Michael Ahrens mit. „In enger Abstimmung mit der Hansestadt Rostock kann die Wiro bei der Aufnahme von Flüchtlingsfamilien helfen“, so Ahrens.

Im Oktober 2014 gab das Amt für Jugend und Soziales an, dass 271 Männer, Frauen und Kinder bereits in Wohnungen untergebracht seien.

 



Katarina Sass

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