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Rostock Vor vier Jahren: Der Linke Bockhahn bricht die SPD-Serie
Mecklenburg Rostock Vor vier Jahren: Der Linke Bockhahn bricht die SPD-Serie
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00:00 29.08.2013
Stadtmitte

Das muss den Rostocker Sozialdemokraten wie ein K.o.-Schlag vorgekommen sein: 19 Jahre lang hatte die SPD das Direktmandat in der Hansestadt gewonnen, viermal sammelte Christine Lucyga die meisten Erststimmen ein und 2005 dann einmal Christian Kleiminger. Doch 2009 schubste der damals erst 31-jährige Linke Steffen Bockhahn Kleiminger aus dem Bundestag — und die Rostocker SPD in eine tiefe innerparteiliche Krise. Bockhahns Sieg galt als eine politische Sensation, holte er für seine Partei doch das erste Direktmandat, das die Linke jemals außerhalb von Berlin erringen konnte.

Für Christian Kleiminger, der nach seiner Niederlage vor vier Jahren in Rostock kaum politisch in Erscheinung trat, kam es ganz böse: Hinter Steffen Bockhahn (32,3 Prozent) kam der Christdemokrat Peter Stein auf von ihm selbst nicht erwartete 26,9 Prozent, Kleiminger landete nur auf Rang drei, erreichte gerade mal 19,7 Prozent der Erststimmen — 2005 waren es noch stolze 37,7 Prozent.

Harald Terpe sammelte vor vier Jahren für Bündnis 90/Die Grünen zwar nur 10,7 Prozent ein, zog aber als Spitzenkandidat auf der Landesliste zum zweiten Mal in den Bundestag ein. Dort sitzt als Nachrücker seit Januar 2013 auch Hagen Reinhold, der 2009 für die FDP 6,6 Prozent der Erststimmen gewann. Diese Fünf treten nun auch bei der Bundestagswahl in diesem Jahr wieder gegeneinander an.

tn

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