Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Werftdreieck: Bürger für Wohnungsbau

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Werftdreieck: Bürger für Wohnungsbau

Bei einer Einwohnerversammlung wurden die Pläne für das Areal an der Lübecker Straße besprochen.

Voriger Artikel
Soldaten aus zwölf Nationen bei Großmanöver auf der Ostsee
Nächster Artikel
Lucke: Wir sind keine Rechtspopulisten

Frank Martens-Jung (re.) spricht mit Amtsleiter Heiko Tiburtius. Der Anwohner hält nichts vom den Rückbau der Max-Eyth-Straße.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Wohnbebauung statt Baumarkt, Theater statt Gewerbe: Die Einwohner der Kröpeliner-Tor-Vorstadt stehen den Planungen der Stadt für das Werftdreieck eher skeptisch gegenüber. Viele der etwa 70 Bürger wünschten sich auf der gestrigen Einwohnerversammlung in der Borwinschule bezahlbaren Wohnraum auf dem 13,3 Hektar großen Areal zwischen Lübecker Straße und Werftstraße. Dieser sei laut Ralph Maronde vom Amt für Stadtenwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft wegen der Lärmbelästigung aber nicht möglich.

00010fzf.jpg

Ich habe den Eindruck, dass man schon alles ziemlich festgezurrt hat, wie die Planer es entwickelt haben.“ Heike Volke (50), Sanitz

Zur Bildergalerie

Nach den Plänen der Stadt soll die Max-Eyth-Straße zurückgebaut und ein neuer Weg ausgehend von der Lübecker Straße hinter der Heinkel-Mauer bis zur Neptunallee entstehen. Damit Platz für eine Abbiegespur ist, soll die Straßenbahn hinter das Denkmal verlegt werden. Auf dem Areal westlich der neuen Straße soll sich ein Baumarkt sowie der Sportartikelanbieter Decathlon ansiedeln. (OZ berichtete).

„Ich bin begeistert, dass was passiert. Die Pläne klingen erst mal recht gut“, sagt Helmut Jürchott. Aber: Wenn die Heinkel-Mauer alleine stehen bleibt, muss sie unbedingt hübscher gemacht werden, vielleicht durch Anstrahlung“, schlägt der 58-Jährige vor. „Uns ist das Problem bewusst. Die Mauer steht dort als Fragment“, sagt Maronde und merkt an, dass sich möglicherweise eine gestalterische Lösung findet, wenn man sie überbaut.

Ulrich Witt hat da gleich eine andere Idee. „In Einbeziehung der Heinkel-Mauer kann man auf der Fläche das Theater hinsetzen. Ein Baumarkt bringt doch nichts. Am Stadtrand gehen welche pleite, und wir wollen einen in die Stadt holen“, sagt der 75-Jährige und schüttelt den Kopf. Zustimmung von allein Seiten. „Ich habe den Eindruck, dass der B-Plan nur wegen den Investoren geändert wird“, sagt Hanna Feiß (24) und wünscht sich, die Fläche für bezahlbaren Wohnraum zu nutzen. Damit ist sie nicht die Einzige.

Laut derzeitigen Bebauungsplan ist die Fläche für hochwertige Büronutzung ausgelegt. „Wir bekommen diese Nutzung dort jedoch nicht hin“, erläutert Maronde und schließt auch eine Wohnbebauung aus.

„Wir haben eine massive Verlärmung in dem Bereich und können dort keine Wohnungen anbieten“, sagt er. „Wir sehen auch, dass es dort attraktiv ist und werden das weiter prüfen, aber ich mache ihnen wenig Hoffnung, dass das funktionieren wird.“

Die Anmerkungen und Wünsche der Einwohner wurden aufgenommen und werden im Ortsbeirat am 11. September nochmals besprochen. Am 9. Oktober soll dann die Bürgerschaft über die Pläne entscheiden.

Zahlen zum Werftdreieck
13,3 Hektar ist das Planungsgebiet groß. Es ist begrenzt durch die Lübecker Straße, Werftstraße, Bahntrasse Rostock-Warnemünde sowie die rückwärtige Grenze der Grundstücke westlich der Max-Eyth-Straße.

8800 Fahrzeuge werden täglich dazukommen, wenn sich das Areal Werftdreieck, ehemalige Neptunwerft sowie die Gewerbegebiete bis hin nach Marienehe weiterentwickeln. Bisher fahren auf der Lübecker Straße täglich 36 000 Autos, auf der Max-Eyth-Straße 4000 und auf der Werftstraße 10 000 Autos.

 

Anja Levien

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Ein Hauch von Tour de France

Tolles Wetter, tolle Beteiligung – es riecht nach Rekord: Über 700 Starts beim 15. ScanHausCup in Marlow.