Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock Protest im Melkweg: Stadtplaner lenken ein
Mecklenburg Rostock Protest im Melkweg: Stadtplaner lenken ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 30.08.2018
Gehlsdorf

Im Baugebiet „Melkweg/Rostocker Straße“ werden weniger Wohnungen entstehen als geplant. Das teilten die Stadtplaner am vergangenen Dienstag auf der Sitzung des Ortsbeirates Gehlsdorf vor mehr als 90 Besuchern mit. Statt 260 seien nur etwa 230 Wohneinheiten im Gebiet möglich, hieß es. Dies habe naturschutzrechtliche und umweltfachliche Gründe. So gebe es in dem Gebiet Biotope, Wald- und Vernässungsflächen.

„„Wenn weitere Wohnungen entstehen, müssen auch Kita und Schule erweitert werden. Diese sind viel zu klein.“Kurt Massenthe Ortsbeiratschef Gehlsdorf

Für Aufatmen sorgte bei den Besuchern das geplante Verkehrskonzept. Hier stand zuletzt die Möglichkeit im Raum, den Melkweg auszubauen. Dagegen hatte sich jedoch eine Bürgerinitiative zur Wehr gesetzt. Hintergrund: Die Anwohner befürchteten, dass ihre Lebensqualität verloren ginge, wenn sie von zwei Seiten mit Verkehrslärm beschallt werden würden – vorne von der Pressentinstraße und hinten vom ausgebauten Melkweg. Auch fürchteten die Anwohner die finanzielle Belastung durch die Beteiligung an den Kosten des möglichen Trassenbaus.

Nun ist das alles jedoch vom Tisch: Die Stadtplaner wollen für das neue Wohngebiet eine Haupterschließungsstraße bauen lassen, die den Verlauf der jetzigen Rostocker Straße aufnimmt, dann nach Norden an den Rand der Kleingartenanlage Toitenwinkler Weg schwenkt und hinter dem Zoll wieder an die Pressentinstraße geführt wird. Hier soll dann ein Kreisverkehr entstehen. Franz Lausch von der Initiative „Hände weg vom Melkweg“ spricht von einer eleganten Lösung. „Die Stadt hat sich Gedanken gemacht und ist sehr auf unsere Bedürfnisse eingegangen“, sagt Lausch.

Die Stadt macht den Anwohnern sogar das Angebot, in Richtung Melkweg in zweiter Reihe bauen zu dürfen, wenn sie wollen. Der Zugang soll hier ebenfalls über die Pressentinstraße erfolgen.

Ein Wermutstropfen bleibt bei der vorgestellten Variante jedoch: „Es werden dabei wohl mehr Kleingartenanlagen geopfert, als bisher gedacht“, sagt Ortsbeiratschef Kurt Massenthe (UFR). Er gibt auch zu Bedenken, dass in dem Baugebiet eine Fläche zu Unrecht als Biotop ausgewiesen wurde. „Dort ragen Asbestrohre aus dem Boden. Das ist eher eine Gefahr“, sagt Massenthe. Darüber hinaus müsse der Ausbau von Kita und Schule im Ort vorangetrieben werden, wenn hier weitere Wohnungen entstehen, mahnt der Ortsbeiratschef.

André Wornowski

Technischer Geschäftsführer Wolf-Thomas Hendrich wechselt nach Sachsen

30.08.2018

Dresdner Familie erhält Geschenke / Risse im Mauerwerk stehen weiter unter Beobachtung

30.08.2018

Erste Maßnahmen aus dem Aktionsplan für Admannshagen-Bargeshagen sind umgesetzt worden

30.08.2018