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Rostock Punktsieg für den OB
Mecklenburg Rostock Punktsieg für den OB
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00:00 17.07.2013

Der Oberbürgermeister will alles so ordnen, wie es für ihn am besten scheint. Immer dort, wo es zu viel Eigenständigkeit, vielleicht sogar eine eigene — womöglich andere — Meinung oder eine besondere Außenwirksamkeit gibt, reagiert der OB. Er verfügt dann die Eingemeindung dieser Ämter in sein Büro. Drei Ämter und die Tourismuszentrale sind es nun schon, und ein bis zwei weitere Ämter stehen da bestimmt noch auf seiner Agenda. Er kann gewähren, weil nicht vorhandene oder schwache Senatoren keinen oder nur halbherzig Widerstand leisten, und weil eben auch die Bürgerschaft hier kein ernst zu nehmender Akteur ist, bei Grundsatzfragen am Ende doch einknickt. Der OB hat die Verwaltungsmacht — und diese Karte spielt er geschickt aus. Die Bürgerschaft wirkt da oft einfach überfordert. So wie bei dieser Lachnummer: Einen Kultursenator ohne Zugriff auf die Kultur zu suchen. „Geht‘s noch?“, möchte man fassungslos rufen. Doch es geht — in Rostock immer wieder.

OZ