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Rostock Purkshof: B 105 bekommt Behelfsspur
Mecklenburg Rostock Purkshof: B 105 bekommt Behelfsspur
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00:00 11.09.2018
Die Bauarbeiten dauern bis Ende Oktober an. Quelle: Foto: André Wornowski
Rövershagen

Autofahrer können aufatmen: Die Bauarbeiten auf der B 105 bei Karls Erlebnis-Dorf in Purkshof werden zu keinen Sperrungen führen. Das zuständige Straßenbauamt Stralsund lässt gerade eine provisorische Umfahrung errichten, damit der Verkehr weiter in beide Richtungen an der Baustelle vorbei fließen kann. „Wir bauen auf dem Acker ein Stück Straße“, sagt Amtsleiter Ralf Sendrowski. Dies sorge zwar für höhere Kosten, sei angesichts der Bedeutung der Einmündung und des sehr hohen Verkehrsaufkommens aber angemessen, so Sendrowski.

2017 hatte das Bauamt mit Sperrungen auf der B 105 schlechte Erfahrungen gesammelt: Als die Fahrbahndecke zwischen Bentwisch und Rövershagen erneuert wurde, ignorierten zahlreiche Autofahrer die ausgeschilderte Umleitung über die L 22. Stattdessen wichen sie auf Schleichwege in der Gemeinde Mönchhagen aus. Die Folge: Zerstörte Grünstreifen, kaputte Gehwege und abgenutzte Straßen. Die Anwohner waren bedient. Einige sprachen von „Verkehrsterror“ und sperrten die Bürgersteige mit Eimer voller Sand und Zement ab (die OZ berichtete). Dieser Ärger bleibt den Anwohnern nun erspart.

„Wir haben leider das Phänomen, dass die Autofahrer nicht mehr auf Ausschilderungen reagieren. Sie fahren so weit sie kommen und lassen sich dann vom Navi den Weg zeigen“, sagt Sendrowski. Dies lasse sich nicht vermeiden.

Im Zuge des Umbaus soll nun die Linksabbiegespur nach Purkshof verlängert werden. „Weil hier sehr viele Autofahrer aus Richtung Rostock abbiegen, hat sich der Verkehr an dieser Stelle zugestaut“, sagt Sendrowski. Durch die Erweiterung soll das Problem künftig minimiert werden. Gleichzeitig wird eine Rechtsabbiegespur für Autofahrer gebaut, die aus Rövershagen kommen und nach Purkshof wollen.

Auch werde die Bushaltestelle in Richtung Rostock hinter die Kreuzung verlegt.

Ursprünglich war sogar der Bau eines Kreisverkehrs auf der Kreuzung im Gespräch – die Pläne sind jedoch verworfen worden. Die Kosten für die Straßenerneuerung im vergangenen Jahr und den nun anstehenden Umbau belaufen sich auf insgesamt 786000 Euro. Der Bund zahlt. Ende Oktober/Anfang November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Wir bitten die Autofahrer, bis dahin die Beschilderung zu beachten. Gerade in Richtung Rostock wird sich die Straßenführung immer wieder ändern“, sagt Sendrowski. Auch werde das Tempo gedrosselt. Der Baubeginn des Radweges zwischen Gelbensande und Altheide ist hingegen auf Herbst 2019 verschoben worden. „Wir wollen den Verkehr auf der B 105 möglichst wenig stören“, so Sendrowski.

André Wornowski

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