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Rostock RSAG und Rebus wollen Kritzmower in den Bus locken
Mecklenburg Rostock RSAG und Rebus wollen Kritzmower in den Bus locken
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00:05 31.01.2018
Ein besseres Busangebot soll die stark befahrene Satower Straße vom Autoverkehr entlasten. Quelle: Fotos: Ove Arscholl, Philip Schülermann, Dana Frohbös

Der Bus wäre schon eine Alternative zum Auto, wenn die Anbindung besser wäre. Das ist in Kritzmow häufiger ein Thema, bestätigt Bürgermeister Leif Kaiser. An einer verbesserten Buslinie von Kritzmow, aber auch von Stäbelow über die Satower Straße in die Stadt arbeiten aktuell die Rostocker Straßenbahn AG und Rebus, das Nahverkehrsunternehmen im Landkreis.

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Bessere Anbindung über Satower Straße geplant / Stadt plant Ausbau

Grundsätzlich sei es richtig, an dieser Stelle den Nahverkehr auszubauen, erklärt Leif Kaiser mit Blick auf die stark befahrene Satower Straße. „Wenn wir die Taktdichte erhöhen, ist das für die Kunden eine interessante Strecke“, sagt RSAG-Vorstand Jan Bleis. An der Mensa gebe es seit 15 Jahren einen ausgebauten Verknüpfungspunkt zur Straßenbahn. Gemeinsam mit den Rebus-Kollegen sieht Bleis hier Möglichkeiten, zusätzliche Kunden zu gewinnen. Jörg Heger, Rebus-Leiter Betrieb und Verkehr, bestätigte die gemeinsamen Bemühungen, diese Rostocker Umland-Strecke attraktiver zu gestalten.

„Sicher verfügt der Stadt-Umland-Verkehr über ein Potenzial, das perspektivisch ausgebaut werden kann“, sagt Geschäftsführerin Simone Zabel. „Dazu sind wir auch laufend im Gespräch mit unserem Aufgabenträger, dem Landkreis Rostock, der das genauso sieht.“ Mit der RSAG werde in dieser Frage eng zusammengearbeitet.

Fährt der Bus häufiger, steigen auch die Fahrgastzahlen, vermutet Stäbelows Bürgermeister Hans-Werner Bull. Wichtig seien am Tag Taktzeiten, die dem Arbeitsalltag auch entsprechen, ergänzt Leif Kaiser. Vor allem bessere Angebote am Wochenende und an den Abenden für die jungen Menschen wünschen sich die beiden Bürgermeister. Was vor allem den älteren Stäbelowern aber noch mehr am Herzen liegt, sei eine Querverbindung mit dem Bus zum Ostseepark, so Hans-Werner Bull. „Und wenn es nur einmal in der Woche wäre.“

Wird die Verbindung von Stäbelow über Kritzmow zur Straßenbahnhaltestelle Mensa attraktiver, profitierten auch die Rostocker im innerstädtischen Verkehr, erläutert Jan Bleis. Das betrifft die Bewohner der Gartenstadt und ebenso wie die Nutzer der Sportanlagen am Damerower Weg. Genau dort soll es nach den Plänen der RSAG eine neue Bushaltestelle geben. Einen zweiten Stopp möchte Bleis im Bereich Südring schaffen, um die Anwohner im Bereich der Parkstraße zu erreichen.

Die Satower Straße hat auch das städtische Amt für Verkehrsanlagen fest im Fokus. „Wir sehen da schon einen Engpass“, sagte Leiter Heiko Tiburtius kürzlich im Bauausschuss. Zwischen Rennbahnallee und Südring soll es einen dreistreifigen Ausbau geben, kündigte Tiburtius an. Im Investitionsplan der Stadt sind für die Erneuerung der Straße in den kommenden Jahren insgesamt fünf Millionen Euro vorgesehen.Gegenwärtig beschäftige sich das Amt mit dem nötigen Grunderwerb, um die Straße verbreitern zu können. Demnächst soll die Bürgerschaft der Verwaltung einen Planungsauftrag erteilen, kündigt Heiko Tiburtius eine entsprechende Vorlage an. Er geht davon aus, dass die Planungen bis 2020 soweit abgeschlossen sind, dass gebaut werden kann.

Die Stadt prüft noch, inwieweit die Erneuerung der Satower Straße mit einem anderen großen Vorhaben zeitlich verknüpft werden kann. Für rund 4,3 Millionen Euro erneuert Rostock die Brücke an der Rennbahnallee. Das ist bisher 2020 und 2021 eingeplant.

Thomas Niebuhr

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