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Ratten-Plage in Lichtenhagen: Anwohner sind besorgt

Ratten gelten Ratten-Plage in Lichtenhagen: Anwohner sind besorgt

Nach dem langen Winter treibt es die Nager zur Nahrungssuche. In der Wolgaster Straße sind sie fündig geworden: Dort plündern sie die Abfalltonnen auch am helllichten Tag.

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Ratten-Alarm am M�llcontainer: Durch L�cher im Unterboden gelangen die Ratten ins Innere der Kunststoff-Tonnen. Fotos (3): Jens Barkhorn

Quelle: Jens Barkhorn

Ratten gelten. Anwohner in Lichtenhagen klagen über eine Rattenplage. In der Wolgaster Straße haben die Nager die Mülltonnen fest in ihrer Gewalt. Nun wird befürchtet, dass die unerwünschten Besucher sich auch in den Kellerräumen breit machen.

Zwischen den Hausnummern zwei und drei befindet sich ein Mülltonnenplatz. Hier suchen die Ratten Nahrung. Von einem nahen Gebüsch laufen sie zu den Tonnen rüber. Das Problem bestehe schon länger, sagt Anwohner Ulrich Mengel. „Aber es hat sich bislang überhaupt nichts getan“, moniert der Rentner. Das sieht die Treureal Gebäudeservice GmbH aus Mannheim anders. Sie ist mit dem Hausmeisterdienst im Block beauftragt. „Das Problem ist bekannt. Es wurde Rattengift ausgelegt“, sagt Pressesprecher Heinz Colligs. Außerdem sollten jetzt die Müllbehälter abgedichtet werden. Die Ratten gelangen durch den Unterboden der großen Rollcontainer ins Innere. Dort befinden sich Löcher, durch die sie hindurchkriechen. Schädlingsbekämpfer Mathias Conrad von der Firma Hygra kennt dieses Problem und erklärt, warum es überhaupt zu solchen Einschlupflöchern kommt: „Wenn die Tonnen gereinigt werden, kann das Wasser dort ablaufen. Aber manchmal werden die dazugehörigen Deckel nicht wieder draufgeschraubt.“ Conrad schätzt das Problem in der Wolgaster Straße als gravierend ein. „Wenn man am helllichten Tag die Ratten herumlaufen sehen kann, dann ist das Hotel voll“, sagt der Kammerjäger. Das Frühjahr sei Zeit der Ratten: „Der Winter war lang, jetzt haben sie einen erhöhten Nahrungsbedarf.“

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Ratten-Alarm am M�llcontainer: Durch L�cher im Unterboden gelangen die Ratten ins Innere der Kunststoff-Tonnen. Fotos (3): Jens Barkhorn

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Ulrich Mengel fürchtet, dass die Nager künftig auch in den Häusern nach Nahrung suchen könnten. „Die Haustür steht ja auch hin und wieder offen. Das Problem hatten wir in unseren Kellern schon einmal“, erzählt der 62-Jährige.

Nicht nur die Bewohner der Wolgaster Straße klagen über den Rattenbefall. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Außenstelle der Rostocker Sprachheilschule. „Wir hatten das Amt für Schule und Sport bereits darüber in Kenntnis gesetzt“, sagt Leiterin Beate Westphal. Denn die Ratten seien auch schon auf dem Spielplatz der Schule gesichtet worden. „Wir belehren die Kinder, damit sie nicht mit den Ratten in Berührung kommen“, so Westphal.

Das Problem sieht die Schulleiterin aber nicht nur bei den Mülltonnen: „Anwohner füttern dort auch die Katzen, da werden Essensreste bleiben, und die ziehen die Ratten natürlich an.“

Schädlingsbekämpfer Mathias Conrad sieht die Stadt in der Pflicht. „Das muss über das Gesundheitsamt gehen.“ Dort sei der Sachverhalt bereits bekannt und werde bearbeitet, hieß es aus dem Rathaus.

Wuselnde Krankheitsüberträger
als Krankheitsüberträger. So wird zum Beispiel die Verbreitung der Pest im Mittelalter den Ratten zugeschrieben. In Deutschland sind sie meldepflichtig.

Seit dem 1. Januar gilt eine neue EU-Richtlinie, wonach Rattengifte mit Blutgerinnungshemmern nur noch von Schädlungsbekämpfern eingesetzt werden dürfen. Die Bekämpfung durch Privatpersonen wurde eingeschränkt.

Jens Barkhorn

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Nicht schwer zu finden: Ratten unter den Mülltonnen in der Wolgaster Straße in Rostock.

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