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Rechte Attacken in Güstrow und Rostock

Güstrow/Rostock Rechte Attacken in Güstrow und Rostock

Unbekannte beschmieren das Haus vom Bürgermeister Arne Schuldt. Jugendliche zeigen Hitlergruß, Schilder werden mit Sprüchen beklebt.

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Unbekannte haben das Haus von Güstrows Bürgermeister beschmiert. Mittlerweile wurde das Wort „nie“ dazugeschrieben.

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt (parteilos) ist Opfer eines rechtsextremen Angriffs geworden. In der Nacht zum Sonnabend schmierten Unbekannte mit schwarzer Farbe „Lichtenhagen kommt wieder“ neben die Eingangstür des Bürgermeisters. Zur Erinnerung: Im Sommer 1992 hatten rechte Randalierer in Rostock-Lichtenhagen unter dem Beifall von Anwohnern Brandsätze in das Asylbewerberheim geworfen.

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Unbekannte haben das Haus von Güstrows Bürgermeister beschmiert. Mittlerweile wurde das Wort „nie“ dazugeschrieben.

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Polizei wie Bürgermeister vermuten die Tat in Verbindung mit dem geplanten Asylbewerberheim im Stadtteil Güstrow-Dettmannsdorf. Arne Schuldt fühle sich persönlich durch die Schmierereien angegriffen, Angst habe er jedoch keine. „Es liegt mit Sicherheit auch daran, dass ich mich öffentlich für das Asylbewerberheim ausspreche und positioniere“, so der Bürgermeister. Er hat Anzeige erstattet.

Mittlerweile wurde der Spruch an der Fassade mit dem Wort „nie“ ergänzt.

Von einem Aufruf zum Landfriedensbruch spricht Isabel Wenzel, Sprecherin des Polizeipräsidiums. „Es handelt sich zunächst um Sachbeschädigung. Der Anfangsverdacht einer Straftat besteht aber. Deshalb ermittelt jetzt der Staatsschutz in dieser Angelegenheit“, erklärt Wenzel.

Am Wochenende entdeckte die Polizei in Güstrow zudem Hunderte Aufkleber an Gebäuden, Verkehrsschildern oder Papierkörben, die sich inhaltlich gegen das Heim richten. „Asylantenheim nein danke“ oder „Dettmannsdorf sagt nein. Wir wollen kein Asylantenheim“ stand darauf geschrieben. „Wir konnten zwei Personen feststellen und haben eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gestellt“, berichtet Güstrows Polizeisprecher Gert Frahm. Weiterhin beobachtete ein Zeuge am Freitag, wie sich fünf Jugendliche mit dem Hitlergruß verabschiedeten. Sie müssen sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten.

Auch in anderen Orten war die rechte Szene aktiv. Beispielsweise versammelten sich in der Nacht zum Sonntag auf der Strandpromenade in Warnemünde zehn Personen, die rot leuchtende Fackeln trugen und „Sieg Heil“ riefen. Rechte Aktivitäten wurden auch in einer Kleingartenanlage in Lichtenhagen beobachtet. Die Polizei prüft nun auch einen möglichen Zusammenhang zu den Schmierereien und Plakatierungen in Güstrow.

Mathias Otto

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Güstrow
Unbekannte haben das Haus von Güstrows Bürgermeister beschmiert. Mittlerweile wurde das Wort „nie“ dazugeschrieben.

Mit Aufkleber-Aktionen und Schmierereien am Haus von Güstrows Bürgermeister Schuldt wird gegen die Unterkunft für demnächst eintreffende Asylsuchende Stimmung gemacht.

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