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Rostock Rechte Störer in der Uni
Mecklenburg Rostock Rechte Störer in der Uni
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00:00 05.02.2018

Anhänger der rechtsextremen Identitären Bewegung (IB) haben am Freitagabend eine Veranstaltung des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) gestört. Darin ging es laut Angaben des Asta um den Bericht über eine Aktion des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS) vor dem Haus des AfD-Politikers Björn Höcke. Circa eine halbe Stunde nach Beginn des Vortrages hätten etwa 30 teils uniformierte Personen den Arno-Esch-Hörsaal der Universität Rostock in der Ulmenstraße gestürmt. Mit Lautsprecherdurchsagen und Zwischenrufen provozierten sie die Anwesenden, so der Asta. Umgehend sprachen Universitäts- und Asta-Angehörige das Hausverbot aus. Dem kamen die Störer nicht nach. Aufgrund der Weigerung der Identitären, dem Hausverbot Folge zu leisten, entwickelten sich teilweise tumultartige Szenen. Die Polizei wurde verständigt. Etwa 150 Personen hatten an der Abendveranstaltung im Audimax teilgenommen.

Das Zentrum für Politische Schönheit, das sich selbst als „Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit – zum Schutz der Menschheit“ versteht, war jüngst bundesweit in den Medien. Bei einer erinnerungspolitischen Aktion in Gedenken an den Holocaust stellte es provokativ Stelen vor dem Haus des AfD-Politikers Björn Höcke in Thüringen auf.

Die Stelen ähnelten dabei der Installation des Denkmals an die ermordeten Juden in Berlin. Höcke hatte in einer Rede das Mahnmal im Herzen der Hauptstadt Deutschlands als „Mahnmal der Schande“

betitelt. „Die Identitären setzen da an, wo Höcke aufgehört hat“, sagt Sören Land, Asta-Vorsitzender. „Damit zeigen sie sich erneut als willige Handlanger der AfD“, ergänzt Michael Ganse. „Es sind alle an der Universität gefordert, nun darüber nachzudenken, wie wir gemeinsam mit den lang bekannten identitären Umtrieben an unserer Hochschule umgehen. Hallenser Verhältnisse wird es in Rostock nicht geben“, so der hochschulpolitische Referent Ganse weiter. Die Universität hat Strafanzeige wegen Hausfriedensbruches gestellt.

OZ

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