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Rostock Rektor Schareck: Studenten brauchen Mut und Vorfreude
Mecklenburg Rostock Rektor Schareck: Studenten brauchen Mut und Vorfreude
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00:00 21.10.2017
Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, begrüßt in der Marienkirche die neuen Studierenden. FOTOS (4): OVE ARSCHOLL
Stadtmitte

Die lateinischen Worte zu Beginn der Rede des Rektors verstanden wohl nur wenige in der vollen Marienkirche. So wären Studierende vermutlich im 15. oder 16.

„„Ich studiere Lehramt für Grundschulen in Rostock, weil ich sonst meine Freunde und die Ostsee vermis- sen würde.“Maria Dabergott (18) aus Stralsund studiert auf Lehramt
„„Ich habe mir Uni- versitäten in Berlin und Kiel ange- guckt. Ich wollte an der Küste bleiben und habe mich für Rostock entschieden.“Laura Jobst (18) aus Stralsund studiert auf Lehramt
„„Ich war bei den Hochschul- informationstagen hier. Für mich kam nur Rostock in Frage. Ich wollte ans Meer und die Berge loswerden.“Sarah Brock (18) aus Gotha studiert auf Lehramt

Jahrhundert begrüßt worden, sagte Professor Wolfgang Schareck. Zwar geschehe das heute mit einer Nachricht ins elektronische Postfach, eine Immatrikulationsfeier sei aber immer noch etwas besonderes.

Die Universität Rostock begrüßte gestern die im Wintersemester neu eingeschriebenen 3100 Studenten mit einem Festakt.

„Ich freue mich auch zu erleben, wie feierlich die Rostocker ihre Studierenden begrüßen, die mit großen Erwartungen kommen“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse (SPD). Ihr eigener Immatrikulationsakt habe sich aufs Ausfüllen von Formularen beschränkt. Kurz vor der Feier war sie gemeinsam mit Unirektor Wolfgang Schareck, Oberbürgermeister Roland Methling (UfR), den Dekanen der Fakultäten und den Mitgliedern des Akademischen Senats zum Festumzug vom Uni-Hauptgebäude in Richtung Marienkirche aufgebrochen. Angeführt wurde der Zug von einer Studentin aus Ägypten.

Vor der Marienkirche trafen sich drei junge Erstsemester. „Ich habe die beiden erst hier kennengelernt“, erzählt Sarah Brock (18), die aus Gotha kommt. „Ich war bei den Hochschulinformationstagen hier. Für mich war klar, dass ich nur in Rostock studieren will“, verrät die 18-jährige zukünftige Lehrerin. Außerdem wollte sie unbedingt die Berge in Thüringen gegen die Ostsee eintauschen. Auf die wollten Laura Jobst und Maria Dabergott, beide 18, auf keinen Fall verzichten. Die beiden Stralsunderinnen hätten sich zwar andere Unis angeschaut, sich am Ende aber doch für Rostock entschieden.

Anne Carolin Seidel kommt aus Westmecklenburg zum Studieren nach Rostock. In erster Linie sei es mit Soziologie und Erziehungswissenschaften die interessante Fächerkombination, die das Pendel ausschlagen ließ. Aber auch die Nähe zum Meer und die vielen Freizeitmöglichkeiten, die Rostock bietet, haben die Entscheidung für den Studienort mit beeinflusst.

„Alles was Sie brauchen ist Vorfreude, Mut, Neugier und die Bereitschaft, Ungewöhnliches aufzunehmen“, sagte Rektor Schareck in seiner Begrüßungsrede. Sich Wissen anzueignen, sei mehr als googeln.

Birgit Hesse betonte die Bedeutung von Bildung und der Atmosphäre an einer Uni, an der debattiert und gestritten wird und die Studenten sich gegenseitig Fragen stellen können. Ansichten würden ausgetauscht, eigene Meinungen müssten ein ums andere Mal korrigiert werden. „Vielfalt begrüßen, Andersdenkenden zuhören, das bessere Argument akzeptieren: Es gibt da draußen Strömungen, die dem zuwiderlaufen – ob sie nun als US-Präsident daherkommen oder als selbst ernannte Alternative für unser Land.“ Den Auswüchsen solcher Entwicklungen etwas entgegenzuhalten, gehe am besten, wenn man auf einen Fundus von Fakten zurückgreifen kann.

Die meisten Studienanfänger kommen aus MV

3100 Studierende haben ein Studium an der Universität Rostock begonnen, die Gesamtzahl steigt damit auf fast 13000. Zu den beliebtesten Studienfächern zählen Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Informatik und Maschinenbau sowie Dienstleistungsmanagement und einige Fachrichtungen im Lehramt. 130 Studiengänge bietet die Universität.

52 Prozent der Studienanfänger kommen aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit neun Prozent folgt Schleswig-Holstein, aus Brandenburg stammen acht und aus Niedersachsen sechs Prozent der Erstsemester.

Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Bremen und Saarland liegen mit weniger als ein Prozent am Ende der Rangliste. Etwa acht Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland, der Großteil aus Indien, China, Syrien und Frankreich.

Thomas Niebuhr

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