Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Rendezvous im Schloss: Besucher treffen mittelalterliche Figuren

GÜSTROW Rendezvous im Schloss: Besucher treffen mittelalterliche Figuren

Die Mittelalterabteilung im Güstrower Schloss widmet sich einerseits Heiligendarstellungen, andererseits der Kirchenausstattung mit Altären und Figurengruppen in Mecklenburg-Vorpommern.

Voriger Artikel
Hansa-Mitarbeiter soll Eintrittsgelder veruntreut haben
Nächster Artikel
Hansa Rostock entlässt Mitarbeiter wegen Untreue-Verdachts

Dr. Kristina Hegner (l.) erklärt den Aufbau der Holzskulptur „Thronende Muttergottes“ um 1430.

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. Diese Ausstellungsstücke standen im Mittelpunkt der ersten „Rendezvous“-Veranstaltung in diesem Jahr. Kristina Hegner (63), seit 40 Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Staatlichen Museum für die Mittelaltersammlung zuständig, kennt die Stücke wie niemand sonst. Die Fachfrau stellte ausgewählte Werke in der Mittelalterabteilung vor und kam mit den Gästen über kunst- und religionsgeschichtliche Zusammenhänge ins Gespräch.

Kristina Hegner berichtete von den ersten Skulpturen, die für die Kirchen im Land hergestellt wurden. Allen voran die „Thronende Muttergottes“ fand in ihren Ausführungen viel Raum. „Die älteste Figur der Sammlung wurde aus Eichenholz geschnitzt und ist um 1230 entstanden“, so die Wissenschaftlerin. Die „Thronende Muttergottes“ ist die Darstellung der Maria auf einem Thron, mit dem Kind Jesus auf dem Schoß. Das Kind fehlt bei der Skulptur in der Mittelalterabteilung. „Wahrscheinlich wurde es separat geschnitzt. Außerdem sind Teile von ihrem Kopftuch abgebrochen. Es ist davon auszugehen, dass sie im ursprünglichen Zustand eine Krone besaß“, vermutet sie.

Anders sieht die Darstellung bei einer weiteren Skulptur aus der Zeit um 1430 aus, hergestellt in einer Wismarer Werkstatt. Die Maria aus Nußbaum- und Eichenholz stammt aus dem Schweriner Dom und wurde 1866 erworben. Hier hält Maria Jesus im Arm. „Besonders wichtig waren zu jener Zeit Gesicht und Hände. Sie wurden als Ausdruck innerer Bewegungen verstanden. Und die Figuren wurden durch Gewänder verhüllt“, sagte die Museums-Mitarbeiterin.

Auch auf die Tafelmalerei zur Mittelalterzeit ging sie ein. Ein Beispiel ist der Tempziner Altar aus dem Jahr 1411. „Der Hochaltar der Klosterkirche ist das bedeutendste Werk der Tafelmalerei des Mittelalters in Mecklenburg“, sagt Kristina Hegner. Auf den Außenseiten sind hier acht Szenen zum Marienleben zu sehen.Mittelalterschau: mehr Infos unter ☎ 038 43/75 20 12

Mathias Otto

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Das Thema Erben stellt sich mindestens zweimal im Leben

200 Leser informierten sich gestern im OZ-Medienhaus zu Nachlass und Pflege