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Rostock Rendezvous im Schloss: Besucher treffen mittelalterliche Figuren
Mecklenburg Rostock Rendezvous im Schloss: Besucher treffen mittelalterliche Figuren
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00:00 08.03.2013
Dr. Kristina Hegner (l.) erklärt den Aufbau der Holzskulptur „Thronende Muttergottes“ um 1430. Quelle: Mathias Otto
Güstrow

Diese Ausstellungsstücke standen im Mittelpunkt der ersten „Rendezvous“-Veranstaltung in diesem Jahr. Kristina Hegner (63), seit 40 Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Staatlichen Museum für die Mittelaltersammlung zuständig, kennt die Stücke wie niemand sonst. Die Fachfrau stellte ausgewählte Werke in der Mittelalterabteilung vor und kam mit den Gästen über kunst- und religionsgeschichtliche Zusammenhänge ins Gespräch.

Kristina Hegner berichtete von den ersten Skulpturen, die für die Kirchen im Land hergestellt wurden. Allen voran die „Thronende Muttergottes“ fand in ihren Ausführungen viel Raum. „Die älteste Figur der Sammlung wurde aus Eichenholz geschnitzt und ist um 1230 entstanden“, so die Wissenschaftlerin. Die „Thronende Muttergottes“ ist die Darstellung der Maria auf einem Thron, mit dem Kind Jesus auf dem Schoß. Das Kind fehlt bei der Skulptur in der Mittelalterabteilung. „Wahrscheinlich wurde es separat geschnitzt. Außerdem sind Teile von ihrem Kopftuch abgebrochen. Es ist davon auszugehen, dass sie im ursprünglichen Zustand eine Krone besaß“, vermutet sie.

Anders sieht die Darstellung bei einer weiteren Skulptur aus der Zeit um 1430 aus, hergestellt in einer Wismarer Werkstatt. Die Maria aus Nußbaum- und Eichenholz stammt aus dem Schweriner Dom und wurde 1866 erworben. Hier hält Maria Jesus im Arm. „Besonders wichtig waren zu jener Zeit Gesicht und Hände. Sie wurden als Ausdruck innerer Bewegungen verstanden. Und die Figuren wurden durch Gewänder verhüllt“, sagte die Museums-Mitarbeiterin.

Auch auf die Tafelmalerei zur Mittelalterzeit ging sie ein. Ein Beispiel ist der Tempziner Altar aus dem Jahr 1411. „Der Hochaltar der Klosterkirche ist das bedeutendste Werk der Tafelmalerei des Mittelalters in Mecklenburg“, sagt Kristina Hegner. Auf den Außenseiten sind hier acht Szenen zum Marienleben zu sehen.Mittelalterschau: mehr Infos unter ☎ 038 43/75 20 12

Mathias Otto

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