Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Rentner weckt Lust im Lesesessel

GÜSTROW Rentner weckt Lust im Lesesessel

In einem Ratgeber beleuchtet ein Ex-Bauamtsleiter geheime Sex-Fantasien der Männer.

Voriger Artikel
Drehstart: Neuer Fall für die Polizeiruf-Kommissare
Nächster Artikel
Empor will Bilanz gegen Schwartau aufbessern

Seit seinem Rentnerdasein ist der Güstrower Klaus Ott (74) als Autor bekannt. Vier Werke sind bereits erschienen.

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. Helmut Schmidt, Edmund Stoiber, Gerhard Schröder und Harald Ringstorff haben etwas gemeinsam. Diese deutschen Politiker kennen den Güstrower Klaus Ott (74). Besser gesagt, seine Bücher. Der ehemalige Bauamtsleiter hat seit Beginn seines Rentnerdaseins vor elf Jahren bereits sein viertes Werk veröffentlicht, das fünfte ist in Planung. Viel Zuspruch bekommt der Autor für seine Werke. Vor allem mit lustigen und nachdenklichen Versen oder aber einem Erzählbericht aus seinem Leben sorgte er bisher für Kurzweil in vielen Lesesesseln. Etwas verwundert war seine Anhängerschaft nur, als Klaus Ott in diesem Jahr plötzlich etwas Pikantes thematisierte: Sex.

„Das Geheimnis maskuliner Fantasien — Ein Tabuthema ohne Tabus“ heißt das Werk. „Im Laufe der Jahre erfährt man einiges über Mann und Frau. Und zwischen ihnen gibt es zu viele Tabuthemen. Vor allem, was die Sexualität betrifft. Ich wollte kein Sexbuch schreiben, sondern alles, was mit Sex zu tun hat, näher beleuchten. Das ist ein Thema, das einen von der Jugend bis ins hohe Alter begleitet“, sagt der Rentner, der auf 141 Seiten seine Erfahrungen niedergeschrieben hat. Das Buch sei gedacht, um manche Geheimnisse zu lüften und Irritationen zu verhindern, gibt er an. Eine Frau solle wissen, welche Geheimnisse und Fantasien ein Mann hege. „Daher ist das Buch nicht nur für Jugendliche, sondern für Frauen jeden Alters geeignet,“ sagt der 74-Jährige.

In dem Ratgeber wird etwa beleuchtet, wie Jugendliche mit ihren ersten Erlebnissen in der Pubertät fertig werden. Angefangen vom Bartwuchs über Schamgefühle am FKK-Strand bis hin zu ersten sexuellen Erfahrungen mit gleichaltrigen Frauen. Eine Rolle spielen auch Sexualpraktiken und Spielzeuge als stimulierende Hilfsmittel. Das Lustempfinden eines Mannes verändert sich ab dem 50. Lebensjahr, damit sind Probleme verbunden — auch das thematisiert der schreibende Rentner Ott in seinem Buch.

„Auf die Idee bin ich gekommen, als ich in einer Buchhandlung stand“, erklärt der Autor. In den Regalen mit Aufklärungsliteratur fand er keinen einzigen Band, der sich mit den erotischen Vorstellungen eines Mannes befasste.

Sein Buch, dass seit wenigen Wochen in den Ladenregalen steht, fällt im Vergleich zu den zuvor abgelieferten Werken komplett aus der Reihe. Angefangen hat Ott mal mit Gedichten; in seinem dritten Buch „,Begegnungen‘ mit Russen und Bonzen in fünf Jahrzehnten“ schilderte er seine eigenen Erlebnisse in der Nachkriegszeit.

Exemplare davon erreichten sogar bekannte Politiker. Besonderen Zuspruch bekam Ott vom früheren Ministerpräsidenten MVs, Harald Ringstorff. „Es ist wichtig, dass wir, die wir die Nachkriegszeit und die DDR vom Anfang bis zu ihrem Ende miterlebt haben, unsere Erfahrungen an die jüngere Generation weitergeben“, hat der Politiker den Autor in einem Brief wissen lassen. Nun befasst sich Klaus Ott mit etwas anderen Erfahrungen.

Vom Bauamtsleiter zum Buchautor
Der Güstrower Klaus Ott ist seit elf Jahren als Autor tätig. Zuvor war er Bauamtsleiter in der Barlachstadt.


Seine ersten beiden Bücher „Humoriges und Nachdenkliches aus Mecklenburg“ und „Nachdenkliches und Humoriges aus Mecklenburg-Vorpommern“ bestehen aus Versen, Reimen und Anekdoten.

Das dritte Werk „,Begegnungen‘ mit Russen und Bonzen in fünf Jahrzehnten“ ist ein Erzählbericht, der sich mit der Nachkriegszeit beschäftigt.


„Spatzenfresser Weini — Vom Fallensteller zum Lebensretter“ heißt sein fünftes Buch, das im Mai erscheint.


www.humorautor-klaus-ott.de

Mathias Otto

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Orang-Utan-Baby kam vor Augen der Zoo-Besucher zur Welt

Miri (13) wurde erstmals Mutter / Geschlecht des Äffchens noch unbekannt