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Rostock Reparaturen in Tierparks nach Schneechaos schreiten voran
Mecklenburg Rostock Reparaturen in Tierparks nach Schneechaos schreiten voran
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21:25 10.05.2018
Im Vogelpark Marlow ist eine Besucherin in der reparierten Voliere der Wasservögel unterwegs. Quelle: Bernd Wüstneck
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Rostock/Güstrow/Marlow

Nach dem Schneechaos von Ostern mit einem Gesamtschaden von weit mehr als einer Million Euro läuft in den betroffenen Tierparks von Marlow (Landkreis Vorpommern-Rügen), Güstrow (Landkreis Rostock) und Rostock wieder der Normalbetrieb. Die von den Schneemassen zerstörten Volieren sind allerdings noch nicht wieder vollständig aufgebaut. Doch dies führe nicht dazu, dass ein Besuch der Einrichtungen weniger Spaß bereiten würde als zuvor, versichern die Parks. Nun müsste an diesem langen Wochenende so wie an den kommenden Pfingstfeiertagen nur noch das Wetter mitspielen. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte den Tierparks nach dem Schneechaos umfangreiche Hilfe zugesichert.

Weil die Anlagen nun ein wenig kleiner seien, wurden mehr Tiere auf kleinerem Raum untergebracht, sagte Franzi Zöger vom Vogelpark in Marlow. So stehe den Loris zur Zeit nur noch ein Fünftel des bisherigen Platzes zur Verfügung, so dass die Besucher sie besser beobachten können. An diesem Mittwoch wurde die Geieranlage wieder eröffnet.

Elf von 28 Anlagen hatten die Schneemassen im Vogelpark Marlow zerstört, noch sei der Schaden nicht abschätzbar. Vier seien noch nicht wieder aufgebaut, die Südamerika-Anlage und die der Waldrapps, der Eulen und der Krallenaffen. „Wir gehen davon aus, dass zum Sommerbeginn wieder alles komplett ist“, sagte Zöger. Noch seien einige ausgebüxte Vögel nicht da, dabei handele es sich um die Schwarzstörche, einen Seeadler und einige Waldrapps. Von denen gebe es immer wieder Sichtungen, darunter im rund 40 Kilometer entfernten Lüssow bei Stralsund.

Wie der Geschäftsführer des Wildparks MV in Güstrow, Klaus Tuscher, berichtete, läuft der Betrieb völlig normal mit sehr guten Besucherzahlen. „Unsere Gäste sind uns treu geblieben.“ Zwar werden die vier großen zusammengestürzten Flugvolieren gerade vollständig abgebaut, um dann wieder errichtet zu werden. Eine Reparatur rentiere sich nicht. Die Tiere sind in anderen Tierparks untergebracht worden. Tuscher schätzte den Schaden im Wildpark auf rund 400 000 Euro.

Die Besucher würden die Schäden zwar sehen, weil der Naturpark aber sehr breit aufgestellt sei, spiele dies kaum eine Rolle. Von Fisch über Raubtier-WG bis hin zum Auerochse sei alles da und zu beobachten, erklärte Tuscher.

Die nassen Schneemassen haben im Rostocker Zoo Schäden vor allem im Baumbestand und Wegebereich angerichtet. Rund 300 Bäume waren betroffen und die Wassermassen hatten einige Wege beschädigt, wie Zoodirektor Udo Nagel berichtete. Alle Besucherwege seien inzwischen beräumt und frei zugänglich.

Die Tiergehege und Volieren hätten dem Schneegewicht weitestgehend standgehalten. „Lediglich die Seevogelvoliere ist im Moment noch eingeschränkt begehbar“, sagte Nagel. Aktuell sind dort wieder sieben von zehn Vogelarten zu sehen. „Im Sommer wird ein neues Netz angebracht, dann dürfen auch die Inkaseeschwalben, Säbelschnäbler und Kampfläufer ihr verlängertes Winterquartier verlassen.“ Die an Ostern ausgefallene Tierische Olympiade werde an diesem Wochenende nachgeholt.

dpa/mv

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