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Rostock Richtfest für Rostocks neue Bärenburg
Mecklenburg Rostock Richtfest für Rostocks neue Bärenburg
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00:23 05.05.2018
Der Rohbau des neuen Polariums steht. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 11,5 Millionen Euro. Quelle: Fotos: Ove Arscholl
Barnstorfer Wald

Hier sollen also im August zwei bis drei Eisbären und rund 20 Pinguine einziehen: Noch sieht das neue Polarium im Rostocker Zoo alles andere als „wohnlich“ aus, doch der Rohbau steht jetzt. Beim Richtfest haben gestern Zoodirektor Udo Nagel, Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und Oberbürgermeiser Roland Methling (UFR) die letzten Nägel ins Gebälk geschlagen. Rund 350 Gäste waren dabei.

Im August sollen Eisbären und Pinguine einziehen. Die Eröffnung ist für September geplant. Rund 350 Gäste feiern im Zoo.

Der OB freut sich, dass „so kurz nach dem Darwineum“ nun voraussichtlich im September auch das Polarium eröffnet werden könne. Beides baue aufeinander auf, so Methling: „Das Darwineum zeigt, wo wir herkommen. Und durch das Polarium erfahren wir, ob wir auch auf der Welt bleiben können.“ Die neue Einrichtung widme sich den Themen Klimawandel und Erdentwicklung. „Das wird Maßstäbe für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern setzen“, ist sich der Oberbürgermeister sicher.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 11,5 Millionen Euro – 10,26 Millionen Euro davon steuert das Wirtschaftsministerium aus Schwerin bei. Nach der Modernisierung der Stadthalle und dem Erweiterungsbau an der Kunsthalle ist es das dritte Großvorhaben in der Hansestadt, das fast komplett gefördert wird. „Das Polarium ist eines der größten Geschenke zum 800. Stadtgeburtstag für die Rostocker und Gäste der Stadt“, sagte Methling. Es werde wie einst die historische Bärenburg viele Generationen prägen und zugleich neue Akzente im Natur- und Artenschutz setzen, so der OB.

Wirtschaftsminister Glawe hofft vor allem, dass das Polarium mehr Touristen anlockt. Schließlich würden hier Natur, Erlebnis und Bildung in wunderbarer Weise miteinander verbunden. „Wir brauchen mehr attraktive und qualitativ hochwertige Angebote, um neue Gäste für unser Land zu begeistern“, so Glawe. Auch deshalb habe das Land hier so viel Geld reingesteckt. „Wer im intensiven touristischen Wettbewerb bestehen will, muss gezielt in die touristische Infrastruktur investieren.“

Vor den Firmen liegt nun noch die komplette Gestaltung des Polariums mit dem Kunstfelsen und einer großflächigen Illusionsmalerei, sagt Zoodirektor Nagel. Auch müssen die Außengehege angelegt und Besucherwege erschlossen werden. Zurzeit seien auf der Baustelle 15 Gewerke aktiv – bald sollen es etwa 30 Betriebe sein, je weiter der Feinausbau voranschreitet.

Ein Teil der 350 Gäste bekam gestern bei Führungen eine Idee davon, wie das neue Zuhause der Eisbären und Pinguine bald aussehen wird. Insgesamt sind drei Gebäude entstanden. Im Besucherzentrum sollen die Zoo-Gäste Einblicke in die Gehege erhalten; auch gibt es hier einen Ausstellungsraum und eine Unterwasserwelt mit Aquarien. „Es ist faszinierend, welche unterschiedlichen Blickwinkel es für die Besucher geben wird“, sagt Anja Meißner aus Wismar nach einer Führung. Interessant sei für sie auch gewesen, was an Altbestand im Polarium verarbeitet wurde und was neu entstanden ist. „Die Führung hat Vorfreude auf die Eröffnung gemacht“, so die Zoobesucherin.

Die Gehege sind so angeordnet, dass Gäste sofort einen größtmöglichen Einblick erhalten, betont Architekt Sezai Ilker Candan von der Zoo-Quarium-Design GmbH aus Hamburg. Es gebe so wenig Sichtbarrieren wie möglich. Für Candan sei es eine neue Dimension gewesen, auf einer Fläche von rund einem Hektar zu bauen. „Ich bin stolz darauf, dass ich eine weltweit einzigartige Anlage gestalten durfte.“ Auch lobt er, dass sich der Zoo für einen sehr großen Ausstellungsraum entschieden habe. „Das war weitsichtig“, sagt Candan.

Laut Kuratorin Antje Zimmermann soll bald bekanntgegeben werden, welche Eisbären ins Polarium einziehen. Auf jeden Fall werde ein Pärchen dabei sein. Auch kehren einige Rostocker Pinguine aus dem Zoo Berlin zurück. „Weitere Pinguine erhalten wir aus Wien“, so Zimmermann. Zur Eröffnung sollen rund 20 Humboldt-Pinguine auf der neuen Anlage zu sehen sein. „Die Kolonie kann dann auf rund 36 Tiere wachsen.“

André Wornowski

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