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Richtkrone weht über neuem Ärztehaus

Sievershagen Richtkrone weht über neuem Ärztehaus

Arztpraxen und Tagespflege künftig in Sievershagen / Gemeinden schaffen Gesundheitsangebote

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Seit gestern weht die Richtkrone über dem neuen Ärzte- und Gesundheitshaus der Gemeinde Sievershagen.

Quelle: Foto: Doris Deutsch

Sievershagen. Als die Richtkrone gestern Mittag über dem neuen Ärzte- und Gesundheitshaus in Sievershagen weht, blickt Bürgermeister Holger Kutschke zufrieden in den blauen Himmel. „Es war schon lange der Wunsch der Gemeinde, für die Bürger medizinische und pflegerische Angebote in den Ort zu holen“, sagt Kutschke. Mit den Investoren der Projektentwicklungsgesellschaft Sievershagen sei dies nun gelungen.

Im März sei die Baugenehmigung erteilt worden. „Dann hat die Firma Bützower Hochbau, die all unsere Projekte baut, gleich losgelegt“, berichtet Frank Dieckmann, von der WBG Projektentwicklung Stade, einer von drei Investoren. Auf zwei Etagen werden sich ein Allgemeinmediziner, eine gynäkologische Praxis, eine Kieferchirurgie mit OP-Räumen niederlassen. Desweiteren werden im Haus eine Tagespflege mit 25 Plätzen sowie sechs betreute Wohnungen untergebracht. „Noch zu vergeben ist eine Fläche von rund 130 Quadratmetern für eine Apotheke oder eine weitere Artzpraxis“, sagt Dieckmann. Zum 1. April soll das neue Gesundheitszentrum bezugsfertig sein.

Wolfgang und Raik Radloff vom gleichnamigen Pflegedienst in Rostock freuen sich schon. Seit 21 Jahren bietet der Familienbetrieb in Reutershagen betreutes Wohnen und Kurzzeitpflege an. „Die Tagespflege hier in Sievershagen auf über 300 Quadratmetern ist eine sinnvolle Ergänzung, der Bedarf ist groß“, weiß Raik Radloff.

Das bestätigt auch der Bürgermeister. Auf dem Gelände, auf dem 2015 viele Gärten weichen mussten, hat die Gemeinde insgesamt 60 altersgerechte Wohnungen geplant. 24 davon werden die Investoren um Frank Dieckmann ab Oktober 2017 errichten, genau gegenüber vom Gesundheitshaus. „Das passt“, ist Kutschke zufrieden. Die Gärten dazwischen blieben bestehen.

Mit der Alterung der Bevölkerung stehen viele Gemeinden vor der Aufgabe, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen vorzuhalten. So wurde erst am 30. Juni in Roggentin Richtfest gefeiert für ein neues medizinisch-therapeutisches Zentrum. „Roggentin hatte noch nie eine medizinische Betreuung“, hatte Bürgermeister Erhard Bünger an der Richtkrone erklärt. Nun müssen die Bewohner nicht mehr in die benachbarte Hansestadt, sondern finden Ärzte und Therapeuten gleich vor der Haustür. Bauherr ist in diesem Fall die Gemeinde selbst.

Die Generation 65plus wird im Landkreis Rostock bis 2030 um etwa 27 Prozent ansteigen. Werden 2020 rund 36500 Menschen zwischen 65 und 80 Jahre alt sein, sind es Prognosen zufolge zehn Jahre später schon rund 47000.

Doris Deutsch

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