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Riesen-Bärenklau versetzt Anwohner in Angst

GÜSTROW Riesen-Bärenklau versetzt Anwohner in Angst

Eine Pflanze bereitet derzeit Güstrower Bürgern große Sorgen. Riesen-Bärenklau nennt sich die aus dem Kaukasus stammende Staude.

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Hübsch, aber gefährlich: der Riesen-Bärenklau.

Quelle: OZ

Güstrow. Eine Pflanze bereitet derzeit Güstrower Bürgern große Sorgen. Riesen-Bärenklau nennt sich die aus dem Kaukasus stammende Staude. Sie wächst vereinzelt im Stadtteil Distelberg und kann schwere Hautentzündungen hervorrufen. Am Rande eines schmalen Pfads neben dem Distelweg ragen Ableger schon knapp zwei Meter in die Höhe.

Bewohner des Stadtteils stören sich sehr daran. „Ich wohne in der Nähe des Wegs und komme fast täglich mit meinem Kind daran vorbei. Durch Zufall habe ich erfahren, was der Riesen-Bärenklau alles anrichten kann“, sagt eine junge Anwohnerin. Die komplette Pflanze, besonders der Saft, enthält phototoxisch wirkende Furanocumarine. Heißt: Bei Berührung und Sonneneinstrahlung können sich nach 24 bis 48 Stunden schwere Hautentzündungen mit starker Blasenbildung entwickeln. „Die Hautveränderungen gleichen Verbrennungen dritten Grades und heilen nur langsam ab“, sagt Anja Abdank vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Lung). Sie ist mit der Pflanze vertraut und kennt ihre Wirkung: „Wenn der Himmel bedeckt ist, geht kaum Gefahr von ihr aus. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung treten Symptome auf. Auch noch einige Tage nach dem Kontakt.“ In diesem Fall sei je nach Schwere ein Arzt oder eine Apotheke aufzusuchen.

Wenn der Riesen-Bärenklau vereinzelt auftaucht, ist aus Sicht der Biologin die Bekämpfung erfolgversprechend. Bei der Vernichtung von Einzelpflanzen — etwa durch das Abschneiden des Blütenstands im Juli — komme es darauf an, dass sich keine Samen aussäen können. Auf dicht besiedelten Flächen sei die Bekämpfung durch den permanenten Samennachschub jedoch langwieriger und deutlich aufwendiger.

Anja Abdank warnt: „Es ist wichtig, bei der Beseitigung immer vollständige Schutzkleidung zu tragen.“ Mittlerweile sind die Stauden gekappt worden — vermutlich von Anwohnern. Karin Bartock, Sprecherin der Stadt, rät Bürgern, die irgendwo den Riesen-Bärenklau entdecken, den Fund der Verwaltung mitzuteilen, statt ihn selbst zu vernichten.

 

Mathias Otto

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