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Rostock Roggentin: Noch mehr Platz für Senioren
Mecklenburg Rostock Roggentin: Noch mehr Platz für Senioren
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00:17 09.05.2018
Die Bungalows des Seniorenwohnparks in Roggentin. Bald soll es noch mehr geben. Quelle: Foto: Verein
Roggentin

Mehr Raum für altersgerechtes Wohnen soll bald in der Gemeinde Roggentin zur Verfügung stehen. Der Verein „Auf der Tenne“ plant derzeit eine Erweiterung seines Gesundheits- und Bildungscampus, teilt Geschäftsführerin Jana Kowitz mit. So soll es in Zukunft mehr barrierefrei gebaute Bungalows für Senioren geben. Grund dafür sei die steigende Nachfrage nach dieser Art des Wohnens, sagt Kowitz.

Genutzt wird das altersgerechte Wohnen in Roggentin aktuell vor allem von Senioren aus der Gemeinde und den umliegenden Dörfern, die in ihren eigenen Häusern nicht mehr wohnen können. Rostocker seien dagegen kaum unter den Bewohnern, sagt Kowitz. Derzeit gehören zum Komplex des Gesundheits- und Bildungscampus insgesamt 29 Bungalows, die auf altersgerechtes Wohnen ausgerichtet sind. Wie viele noch dazu kommen sollen, steht laut Kowitz bislang allerdings noch nicht fest. „Wir sind noch relativ am Anfang der Planungsphase“, sagt die Geschäftsführerin. Es solle definitiv etwas entstehen, aber über die Anzahl der zusätzlichen Bungalows gebe es noch keinen endgültigen Beschluss. Auch über den Zeitplan und die Höhe der Investitionssumme machte Kowitz noch keine Angaben.

Über eine weitere Veränderung auf dieser Ecke gibt es dagegen schon ganz konkrete Informationen: Das lange geplante medizinisch-therapeutische Zentrum wird am 15. Juni eröffnet, teilt Roggentins Bürgermeister Erhard Bünger mit. Das heiße aber nicht, dass dort nicht schon praktiziert wird, betonte er. „Wir machen keine Eröffnung im toten Gebäude, ein Allgemeinmediziner praktiziert schon. Der zweite Arzt will noch im Mai einziehen.“ Noch sind aber nicht alle Praxen vermietet. Derzeit laufe noch die Suche nach einem Zahnarzt, verrät Bünger.

Während die Ärzte in der unteren Etage zu finden sind, ist die obere für verschiedene Therapeuten reserviert. So wird es neben einer Praxis für Physiotherapie und einer für Logopädie auch eine für Neurotherapie geben. Diese soll laut Aussage des Bürgermeisters im September oder Oktober bezogen werden. Die anderen Therapeuten seien jetzt schon „fleißig beim Einrichten ihre Räumlichkeiten“.

Rein rechtlich haben das Zentrum und der Campus, zu dem auch ein Pflegeheim und eine Kita gehören, nichts miteinander zu tun – das Ärztehaus gehört der Gemeinde, über die auch die Vermietung der Praxen läuft. Dennoch werden beide Komplexe von den Trägern als Einheit betrachtet. Bünger: „Für die Senioren und die Kinder ist es doch sehr gut, dass nun direkt gegenüber ein Ärztehaus ist.“

Auch Jana Kowitz betrachtet das medizinisch-therapeutische Zentrum als Gewinn – vor allem für die Infrastruktur des Gesundheits- und Bildungscampus. „Es ist für alle eine Erleichterung, dass es jetzt dieses Ärztehaus gibt“, so die Geschäftsführerin. „Für die Mieter gibt es jetzt fast das volle Programm, das begrüßen wir natürlich sehr.“

Insgesamt hat der Bau des Zentrums 2,8 Millionen Euro gekostet. 1,1 Millionen Euro davon steuerte das Landwirtschaftsministerium aus dem Fonds zur Förderung ländlicher Räume bei. Die übrigen Kosten stemmte die Gemeinde selbst. Bürgermeister Bünger sieht darin eine notwendige Investition, die letztlich nicht nur den Roggentinern zugute kommt, sondern auch den umliegenden Gemeinden und nicht zuletzt auch den Einwohnern des östlichen Teils Rostocks. Denn dort sei die ärztliche Unterversorgung gegeben, betont Bünger. „Ich sehe darin eine konkrete Maßnahme, um die Regiopole zu stärken.“

Die offizielle Eröffnung des Zentrums am 15. Juni wird im Zuge eines Tages der offenen Tür gefeiert, bei dem sich Interessierte in dem neuen Ärztehaus umschauen können.

Der Campus

Im Zentrum des Gesundheits- und Bildungscampus, den der Verein „Auf der Tenne“ in Roggentin betreibt, steht der Komplex Pflege und Wohnen. Dieser umfasst einen Generationenpark, einen Freizeitbereich und einen für Gesundheitsförderung für Senioren und Kinder. Eine Begegnungsstätte gehört ebenfalls dazu. Ebenfalls Teil des Campus sind die Kindertagesstätte„Alexander von Humboldt“ und der Seniorenwohnpark mit derzeit insgesamt 29 speziell barrierefrei gebauten Bungalows.

Christina Milbrandt

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